EHI: Supermärkte wachsen doppelt so stark wie Discounter

Die Deutschen gelten als äußerst preissensibel – besonders wenn es um Lebensmittel geht. Dies hatte den Lebensmitteldiscountern jahrzehntelang zu einem Siegeszug verholfen und die Supermärkte letztlich zu einer Neupositionierung gezwungen.

Die Deutschen gelten als äußerst preissensibel – besonders wenn es um Lebensmittel geht. Dies hatte den Lebensmitteldiscountern jahrzehntelang zu einem Siegeszug verholfen und die Supermärkte letztlich zu einer Neupositionierung gezwungen. Mit Erfolg, denn nun wachsen die Supermärkte doppelt so stark wie ihre Diskont-Konkurrenten, wie die jüngsten Daten im Zahlenkompendium „EHI handelsdaten aktuell 2015“ zeigen.

Vom Schnäppchenjäger zum Genussmensch
Das Konsumverhalten der Deutschen scheint sich nicht mehr vorrangig am Preis zu orientieren. Davon profitieren die Supermärkte. Das Wachstum der Supermärkte, sowohl bei kleinen als auch bei großen, fällt in 2014 mit durchschnittlich 2,8% doppelt so hoch aus wie das der Lebensmitteldiscounter. Es kann als deutlicher Indikator dafür gesehen werden, dass Verbraucher Vielfalt und Einkaufsatmosphäre beim Einkaufen wieder mehr zu schätzen wissen. Die Neupositionierung der Supermärkte mit dem Fokus auf Qualität, Frische, Atmosphäre, Beratung etc. zahlt sich aus.

Diese gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Wertschätzung von Lebensmitteln zeigt sich auch in gesamtwirtschaftlichen Zahlen. Der Anteil des Lebensmitteleinzelhandels am privaten Konsum ist laut dem Statistischen Bundesamt ist auf 9,11% gestiegen. Das sind immerhin rund 20 Mrd. Euro, die die Deutschen inzwischen mehr im Lebensmittelhandel ausgeben als noch in 2011.

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