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Deutsches Gartenbaumuseum: Auftakt ins Jubiläumsjahr
2026 feiern sowohl das Deutsche Gartenbaumuseum als auch der egapark Erfurt ihr 65-jähriges Bestehen. Der Saisonauftakt markiert für das Museum den Beginn eines Jahres, das ganz im Zeichen der eigenen Institutionsgeschichte, dem umschließenden Park, dem gegenwärtigen Selbstverständnis als Leitmuseum und der zukünftigen thematischen Ausrichtung steht.
Im Vorfeld des Jubiläums hat sich das Museum intensiv mit seiner eigenen Institutionsgeschichte und Sammlung beschäftigt. Archive wurden gesichtet, nicht inventarisierte iga-Objekte und Archivalien in die Sammlung aufgenommen und zentrale Entwicklungslinien des Hauses aufgearbeitet. Dabei wurde deutlich, wie eng die Geschichte des Museums mit der Entwicklung der iga als Park der Moderne (heute egapark) sowie mit der Geschichte des Gartenbaus in Deutschland verbunden ist.
Ab Mitte August wird das Deutsche Gartenbaumuseum mit der Jubiläumsausstellung „iga*61. Die DDR durch die Blume" das Zusammenwirken von politischem Anspruch, Architektur und Alltag auf der „Internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder" (iga) der DDR in Erfurt zeigen.
Die Neugründung des Museums in Erfurt geht auf die Internationale Gartenbauausstellung von 1961 zurück, die auf dem Gelände des heutigen egaparks stattfand. Die Idee eines Gartenbaumuseums reicht bis vor die 20er Jahre zurück. Das erste Gartenbaumuseum wurde in Markkleeberg bei Leipzig gegründet, lief jedoch nur ein Jahr. Schließlich gab es 1956 den Beschluss, in Erfurt auf dem Cyriaksberg das Gartenbaumuseum zu errichten. 1961 bis 1989 war das Museum eher eine sozialistische Lehreinrichtung als ein Museum für Gartenbaugeschichte.
„Die zurückliegenden 65 Jahre Gartenbaumuseum bedeuten für uns, nach unseren Ursprüngen zu fragen, eine zeitgemäße Ausrichtung für die nächsten Jahre in den Blick zu nehmen und unsere Bedeutung als Leitmuseum und als überregionaler Ideen- und Impulsgeber zu grünen Themen auszubauen", sagt Ulrike Richter, Stiftungsvorstand. „Die Erforschung und Vermittlung der internationalen und regionalen Gartenbaugeschichte, ergänzt durch Gegenwarts- und Zukunftsfragen wird in den kommenden Jahren unser Ausstellungsprogramm bestimmen."
Bereits im letzten Jahr hat sich das DGM einer außergewöhnlichen Erfurter Persönlichkeit gewidmet, die bis heute ihre Spuren nicht nur in Erfurt hinterlassen hat: Christian Reichart - der Begründer des modernen Erwerbsgartenbaus in Deutschland. Sein Wirken trug maßgeblich dazu bei, dass Erfurt bis heute als Blumenstadt bekannt ist. Anlässlich seines 250. Todestages würdigte das Museum das vielfältige Schaffen Christian Reicharts mit einer Ausstellung im Stadtraum Erfurts, die sein Erbe ins öffentliche Bewusstsein rückte.
Im letzten Jahr haben über 40.000 Besucherinnen und Besucher das Museum auf dem egapark besucht.
„Thüringen verfügt mit dem Deutschen Gartenbaumuseum über einen auch bundesweit einmaligen Sammlungs- und Ausstellungsort, der der über Jahrhunderte bestehenden Gartenbautradition in Erfurt in angemessener Weise Rechnung trägt", gratuliert Thüringens Landwirtschaftsstaatssekretär Marcus Malsch zum Gründungsjubiläum. Zudem habe sich das DGM zu einem wichtigen Bildungs- und Lernort rund um das Thema Gartenbau entwickelt. „Das Land fördert das Erfurter Gartenbaumuseum seit Jahrzehnten – in diesem Jahr allein mit rund 970.000 Euro. Damit unterstreichen wir unseren Anspruch, traditioneller Gründungsort und Zentrum des Erwerbsgartenbaus in Deutschland zu sein."
Neben der jährlichen Förderung durch den Freistaat Thüringen wird das Jubiläumsjahr und die kommende Jubiläumsausstellung durch die Kulturstiftung der Länder, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED- Diktatur sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert.

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