Der Opel Kadett und die neuen Obst- und Beerensorten

Der Begriff Produktlebenszyklus bringt es eigentlich auf den Punkt: Auch noch so erfolgreiche Produkte werden früher oder später zu lahmen Enten. In der Technik und bei üblichen Gebrauchsgütern ist das normal. Der Pflanzenmarkt scheint aber anders zu ticken - zurecht?

Die alte 'Theodor Reimers'-Brombeere im Vergleich. Bild: Lubera.

Am Beispiel des Kadetts zeigt sich, wie absurd es genau genommen ist, auf alte Kisten zu setzen, wenn es neue Modelle gibt, die Welten besser sind. Im Pflanzenmarkt gibt es aber Uralt-Sorten, quer durchs Sortiment, die sich noch immer zäh im Markt halten. Beispiele gefällig? Die launische Apfelsorte ‘Gravensteiner’ ist so ein Ding: man weiß nie wann sie trägt, aber vor allem, wann nicht. Oder die gute alte ‘Theodor Reimers’-Brombeere, mehr Stacheldraht als Brombeere…

Oder die meisten alten Stachelbeeren: Mehr Stacheln geht kaum, dazu kommt noch eine große Mehltauanfälligkeit. Solche Stachelbeeren machen ihrem Namen alle Ehre: Wenn das Laub sich vorzeitig verabschiedet, sieht man die Stacheln besser – dass ohne Laub kaum noch Zucker in die Beeren kommt, sei am Rande erwähnt…

Vielleicht ist der Hauptgrund für die pauschale Glorifizierung alter Sorten, dass herumgeistert, sie seien Kraft ihres biblischen Alters gesünder? Oder auch, weil man das, was man in der Ausbildungszeit gelernt hat, nie mehr vergisst...

Tatsache ist schon, dass die Züchtung in den letzten Jahrzehnten stark auf die landwirtschaftliche Produktion ausgerichtet war und demzufolge produktions- und vermarktungstechnische Aspekte übergewichtet wurden, was zu einer Verarmung des Sortenspiegels geführt hat. Bei Lubera® schaut man es aber bekanntlich von der anderen Seite an. In der auf den Hausgarten ausgelegten Züchtung ist die genetische Vielfalt die Basis. Die negativen Eigenschaften vieler alter Sorten jedoch versucht man durch geschickte Züchtung zu eliminieren.

Die neuen, kompakten Hängebrombeeren von Lubera®, welche bald marktreif sind, zeigen exemplarisch, wie innovative Züchtung, die nicht auf die landwirtschaftliche Produktion, sondern auf den Hausgarten ausgerichtet ist, dem Markt neue Impulse geben wird… und es zeigt, dass die Idee der "Berryfication" auch bei Beeren klappt…

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