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Baden-Württemberg ist die Fruchtsaftregion Nr. 1
"Baden-Württemberg ist der deutsche Obstgarten und das führende Bundesland in der Fruchtsaftverarbeitung". "Rund 120 Fruchtsaftfirmen mit einem Umsatz von insgesamt 800 Mio. Euro verarbeiten rund die Hälfte des in Deutschland anfallenden Mostobstes. Streuobstwiesen sind die Hauptbasis der Apfelsaftherstellung aus baden-württembergischer Erzeugung", sagte der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, anlässlich der Messe INTERVITIS INTERFRUCTA am 24. April 2007 in Stuttgart. "Jeder zweite Liter Apfelsaft, der in Deutschland gepresst wird, kommt aus dem Südwesten. Wer Apfelsaft aus heimischer Erzeugung trinkt, schützt daher die Umwelt und trägt zur Erhaltung der ökologisch wertvollen Streuobstflächen bei", so der Minister.
Baden-Württemberg hat rund 175.000 Hektar Streuobstwiesen mit circa 11,4 Mio. Bäumen. Diese stellen den Großteil der heimischen Mostobsterzeugung. Die Standorte der baden-württembergischen Fruchtsaftbetriebe sind daher eng mit den Schwerpunkten des Streuobstbaus verknüpft. Der Streuobstbau bietet einen optimalen Rohstoff für die Apfelsaftherstellung. Grund ist zum einen die enorme Sortenvielfalt - im Streuobstbau finden sich etwa 50 Sorten mit überregionaler Bedeutung und Hunderte von regionaler oder lokaler Bedeutung. Zum anderen macht das streuobsttypische Zucker-Säure-Verhältnis diese Rohware äußerst gefragt. "Die baden-württembergischen Fruchtsafthersteller nutzen ihre Chance, indem sie auf die regionale Erzeugung und Vermarktung in Verbindung mit einer konsequenten Qualitätsstrategie setzen. Als besonderes Qualitätsprodukt hat heimischer Apfelsaft natürlich seinen Preis", ergänzte der Landwirtschaftsminister.
Die baden-württembergischen Fruchtsaftbetriebe sind überwiegend mittelständisch geprägt, ihre einzelbetriebliche Verarbeitungskapazität reicht von 1.000 Tonnen bis 70.000 Tonnen Äpfeln. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Fruchtsäften und Fruchtnektaren liegt bei rund 40 Liter. Am beliebtesten davon ist der Apfelsaft mit 12,4 Liter: Er liegt vor dem Orangensaft (8,9 Liter), und dem Multivitaminfruchtsaft (3,8 Liter). Der Apfel ist damit auch in flüssiger Form das Lieblingsobst der Deutschen.
Viele Fruchtsaftfirmen im Land nutzen das Qualitätszeichen Baden-Württemberg. So wird gut ein Drittel des in Baden-Württemberg verkauften Apfelsaftes unter dem Zeichen mit den drei Löwen vermarktet. Für Apfelsaft, der mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg gekennzeichnet ist, darf nur Obst aus dem extensiven Streuobstbau oder dem Tafelobstbau mit integrierten und kontrollierten Produktionsverfahren verarbeitet werden. Er muss besonders hohe Qualitätsanforderungen erfüllen und unterliegt regelmäßigen Kontrollen. "Frisches Obst und Gemüse erfreuen sich beim Verbraucher großer Beliebtheit. Der aktuelle Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigt, dass der Obst- und Gemüseverzehr weiter ansteigt," betonte Hauk.
Ein weiteres Thema auf der INTERVITIS INTERFRUCTA war die EU Erweiterung. Die Obst- und Gemüse-Exporte aus der bisherigen EU-15 in die Beitrittsländer übertreffen die Importe aus den neuen in die alten Länder derzeit noch um ein Mehrfaches. "Ich bin fest überzeugt, dass der größte Binnenmarkt der Welt mit rund 450 Mio. Verbrauchern auch der heimischen Obst- und Gemüsewirtschaft, aber auch den innovativen Anlagenherstellern aus Baden-Württemberg neue Entwicklungs- und Absatzchancen bietet", erläuterte Hauk beim Besuch verschiedener Aussteller auf der Messe. (mlr.bw)

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