VOG: Positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11

Vor wenigen Tagen präsentierte die Vollversammlung des Verbands der Südtiroler Obstgenossenschaften die Bilanzdaten für das Geschäftsjahr 2010/11, das mit einem Umsatz von 443 Mio. Euro bzw. 663.155 eingebrachten Tonnen Äpfel mehr als erfolgreich zu Ende ging. Gründe dafür vor allem der Export und die strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre.

Vor wenigen Tagen präsentierte die Vollversammlung des Verbands der Südtiroler Obstgenossenschaften die Bilanzdaten für das Geschäftsjahr 2010/11, das mit einem Umsatz von 443 Mio. Euro bzw. 663.155 eingebrachten Tonnen Äpfel mehr als erfolgreich zu Ende ging. Gründe dafür vor allem der Export und die strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre.

Qualität, Organisation und ein starker Trend zur Internationalisierung: Auf diesen Grundpfeilern basieren die positiven Bilanzzahlen des Verbands der Südtiroler Obstgenossenschaften, der im Geschäftsjahr 2010/11 ein Umsatzplus von 23% gegenüber dem Vorjahr erzielte und Verkaufswerte in Höhe von 443 Mio. Euro erreichte. Diese mehr als erfreuliche Bilanz wurde im Rahmen der Vollversammlung des VOG und seinen 17 Mitgliedsgenossenschaften einstimmig genehmigt.

Insgesamt erzielten die 5.200 Mitgliedsbauern im Jahr 2010 ein Ernteergebnis von 663.155 Tonnen Äpfel. Im Vergleich dazu waren es im Jahr zuvor gut 735.310 Tonnen. Weniger Obst zwar, doch von höherer Qualität: Anhand der vorgelegten Zahlen, liegt bei den Früchten der Güteklasse I ein Plus von 8% vor, während die Äpfel der Klasse II und der Klasse „Industrieobst“ mit einem Minus von jeweils 11% und 46% einen deutlichen Rückgang verzeichnen.

Ein Umstand, der den Markt- und Strategieaktivitäten des VOG durchaus zugute kam und viel versprechende Absatzmöglichkeiten in den Ländern der Europäischen Union schuf. Im EU-Raum fuhr man in der vergangenen Saison das wohl schlechteste Ernteergebnis der letzten 10 Jahre ein. Deshalb erfreuten sich vor allem Schlüsselmärkte wie Deutschland, England und Skandinavien an der reichen Ausbeute an kleinen Früchten, die in den Mitgliedsgenossenschaftendes VOG in großer Menge vorhanden waren. Die große Nachfrage auf dem europäischen Markt half, die Preise während der gesamten Saison stabil zu halten.

„Der Vergleich zum Vorjahr 2009/10 ist durchwegs positiv, und wir sind sehr zufrieden mit dem erzielten Ergebnis“, so Gerhard Dichgans, Verbandsdirektor des VOG. „Nach einem enttäuschenden 2009/10, konnten wir unseren Mitgliedern heuer gute Auszahlungsergebnisse zusichern“, unterstreicht Dichgans. „2010/11 war ein Jahr voller strategischer Herausforderungen“, so Dichgans weiter. „Neben der Umsetzung der neuen Vermarktungsstrategie, die mit 1. August 2010 die zentrale Abstimmung der Verkaufsaktivitäten und die einheitliche Fakturierung über den Verband einführte, haben wir im Mittelmeerraum und in Osteuropa neue Märkte erschlossen, die sich in den kommenden Jahren als strategisch wichtig erweisen werden“, so Dichgans abschließend.

VOG 2010: Rationalisierung und Organisation im Dienste des Kunden
Im Rahmen der VOG-Vollversammlung äußerten sich die Mitglieder auch positiv zur neuen Verkaufs- und Marketingstrategie. Die Neuorganisation und Zentralisierung des Verkaufssystems sowie die Gruppierung der Mitgliedsgenossenschaften in 4 Logistikpools trugen wesentlich zum Erfolg der Verkaufskampagne 2010/11 bei und bescherten den Kunden zahlreiche Vorteile. Allen voran die Vereinfachung der Verwaltungstätigkeit und die einheitliche Fakturierung über den Verband sowie die deutliche Verbesserung der Serviceleistung sowohl im Hinblick auf die Produktqualität als auch auf die Planung der Verkaufssaison.

Erntedaten und Perspektiven für 2011/12
Im Hinblick auf die Ertragsmenge verzeichnet man einen leichten Anstieg der frisch angelieferten Ware (+4%), bei besserer Fruchtgröße im Vergleich zum Vorjahr 2010, sowie einen höheren Anteil an Industrieobst aufgrund des Hagels, der im Sommer in diversen Anbaugebieten der Region niedergegangen ist.
„Unsere Produzenten haben sich bei der Ernte peinlichst genau an die vorgegebenen Erntefenster gehalten“, unterstreicht Dichgans. „Die Temperaturen waren zwischen Ende August und September eindeutig zu hoch und das Klima viel zu trocken. Erst ab Mitte September setzten die kühleren Tage ein. Erfreulicherweise hat dieser Umstand der Haltbarkeit der Äpfel, die zurzeit in unseren Kühlzellen mit kontrollierter Atmosphäre lagern, keinen Abbruch getan, sodass wir mit großer Zuversicht auf die zweite Verkaufsperiode im Jänner blicken können“, so Dichgans weiter.
Groß sind die Erwartungen auch im Hinblick auf die Clubsorten Kanzi®, Modì®, Jazz® und Pink Lady®, die in den letzten Jahren immer mehr Konsumenten für sich begeistern konnten. „Wir blicken mit Stolz auf die Investitionen der vergangenen Jahre, die nun ihre Früchte tragen. Diese 4 Apfelsorten, die sich sowohl im Geschmack als auch in der Einzigartigkeit der Marketing- und Verkaufskampagne unterscheiden, machen bereits jetzt über 50.000 Tonnen unserer Gesamternte aus“, so Dichgans abschließend. (vog)

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