Team Gartenpflanzen: Blüten statt Beton

Pflanzen geben Gärten, Balkonen und Terrassen Charakter und Atmosphäre. Sie machen Außenbereiche lebendig und laden – im Gegensatz zu versiegelten Flächen mit Stein oder Fliesen – zum Verweilen ein.

Flieder im insektenfreundlichen Garten. Bild: © iVerde für Plants & Flowers Foundation Holland.

Blühende Gartenpflanzen setzen zusätzliche Farbakzente und schaffen zugleich wichtige Lebensräume für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Bestäuber. Die Initiative der niederländischen Gartenpflanzenzüchter:innen zeigt, welche Pflanzen Mensch und Tier im Außenbereich gleichermaßen zugutekommen.

Kleine Helfer mit großer Wirkung

Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge übernehmen eine zentrale Rolle im Außenbereich. Sie ermöglichen die Fortpflanzung vieler Pflanzen und das Wachstum von Blumen, Obst und Gemüse. Gleichzeitig tragen sie zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. In stark versiegelten Gärten fehlen den wichtigen Insekten Nahrung und Lebensraum. Abhilfe schaffen blühende, nektarreiche Pflanzen: Sie unterstützen die Bestäuber und sorgen ganz nebenbei für sichtbares Leben, Summen und Flattern im Außenbereich.

Blühende Ernte

Bäume bereichern den Garten nicht nur optisch, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag für die Natur. Besonders Obstbäume bieten im Frühjahr ein reiches Blütenangebot für Bienen und andere Insekten, im Spätsommer und Herbst liefern sie dann aromatische Früchte. Auch für Balkone und Terrassen eignen sich spezielle, kompakt wachsende Sorten.

Ergänzend dazu dürfen blühende Ziersträucher wie Rhododendron, Flieder und Lavendel nicht fehlen. Mit ihrer üppigen Blüte ziehen sie zahlreiche Bestäuber an und sorgen zugleich für Struktur im Garten.

Einjährige Blühfreude

Einjährige Sommerblüher und Kübelpflanzen sorgen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein für Farbe. Arten wie Fuchsien, Mandevilla, Lobelien, Begonien, Geranien und Verbenen blühen ausdauernd und bieten über Monate hinweg Nahrung für Insekten.

Einige Pflanzen, darunter Petunien, verströmen in den Abendstunden intensive Düfte, die Nachtfalter anlocken und den Weg zur Nektarquelle weisen.

Belebter Boden

Bodendecker zaubern spielend leicht ein grünes Erscheinungsbild im Außenbereich und sind dabei noch leicht zu pflegen. Pflanzen wie Kriechender Thymian und Kriechender Ehrenpreis breiten sich schnell aus, unterdrücken Unkraut und bieten mit ihren Blüten wertvolle Nahrung für Bestäuber. Auch einjährige Sommerblüher wie Zauberglöckchen, Bidens und Fächerblumen eignen sich als bodendeckende Pflanzen im Beet und bereichern den Garten mit zusätzlichen Farbakzenten.

Heimisches Grün

Einheimische Pflanzen sind an das regionale Klima angepasst und spielen eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt. Viele heimische Insekten sind auf sie als Nahrungsquelle angewiesen. Pflanzen wie die Wiesen-Margerite, der Wald-Storchschnabel und der Wasserdost unterstützen heimische Bestäuber und fügen sich zugleich harmonisch in naturnahe Gartenkonzepte ein.

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