TBF: Alles was Herbst ist

Der Herbst ist die Zeit zur Ruhe zu kommen. Die Natur bereitet sich schön langsam auf den Winterschlaf vor. Bayerns Friedhofsgärtner wissen, was jetzt für eine harmonische Grabbepflanzung wichtig ist.

Alles was Herbst ist, aber grau und traurig muss es nicht aussehen auf dem Friedhof im ausgehenden Jahr. Die Zeit der großen Blütenfülle ist zwar vorbei, für den Grabschmuck gibt es aber auch im Herbst noch viele Treuhandgesellschaft bayerischer Friedhofsgärtner ist deshalb die Zeit der Ruhe noch nicht gekommen. Bevor die Herbstbepflanzung gesetzt werden kann Pflegarbeiten auf den Gräbern an. Neben dem Abräumen des Sommerflors müssen Bodendecker und Gehölze, die sich allzu breit gemacht haben in Form geschnitten werden. Ausgefallene Pflanzen werden ersetzt, Erdreich aufgefüllt. erst geht es ans Pflanzen.

Gemischte Pflanzungen sind aktuell in Mode
Im Trend sind dieses Jahr vor allem bunte, Blattschmuckpflanzen und Gräsern. Winter wird jedes Jahr größer, so dass es mittlerweile wirklich schöne und pflegeleichte Alternativen zum Erika-Einerlei gibt, das beherrscht. Dabei gibt es gar nichts einzuwenden gegen die Heidepflanzen nur so monoton muss es ja nicht sein. In Kombinat in vielen verschiedenen Farben gibt, silberfarbenem Heiligenkraut (Santolina) und blauen Gräsern beispielsweise macht die Erika durchaus eine gute Figur. Auf Bayerns Landesgartenschau in Rosenheim sah man zuletzt bei der Herbstanpflanzung gar Zierpaprika und Bergenien auf den Gräbern.

Pflanzenauswahl
Es gibt für alle Grablagen und Zeiträume die richtigen Pflanzen. Man muss sich nur im Klaren sein, ob die Pflanzen den ganzen Winter überstehen sollen „durchhalten“ müssen, weil dann das Grab sowieso mit Tanne gedeckt wird und ein Gesteck platziert wird. Für letzteres gibt es natürlich noch mehr Auswahl, da die Pflanzen dann nicht b frosthart sein müssen. Hier eignet sich dann auch das Alpenveilchen (Cyclamen) mit seinen klaren Farben in weiss, rosa, pink und lila ganz wunderbar. Wer die Pflanzung gerne über den Winter stehen lassen möchte und Enttäuschungen vermeiden will, sollte am besten den Friedhofsgärtner vor Ort um Rat fragen. Josef Ziegltrum, Gärtner aus Vaterstetten und Mitglied der TBF, verrät: „Natürlich hat jeder Gärtner seine Vorlieben und auch seine Geheimtipps für das örtliche Klima. Bei uns kann es ganz schön kalt werden im Winter, deshalb setze ich auf sehr frostharte Pflanzen wie zum Beispiel die Krähenbeere (Empetrum), der auch 20 Grad minus nichts ausmachen. Da haben die Kunden und auch ich als Gärtner lange Freude daran. Die taucht im Frühjahr aus dem Schnee auf wie Phoenix aus der Asche.“ Wer noch zusätzliche Farbtupfer auf das Grab bringen möchte, kann derzeit mit einem bunten Strauß aus dem Garten oder vom Gärtner aus dem Vollen schöpfen. Dahlien, Astern, Chrysanthemen, die letzten Rosen und dazu ein paar beerentragende Ästchen vom Weißdorn oder mit Hagebutten- und fertig ist der „Indian Summer“ auf dem Grab.

Und wie geht´s weiter?
Für die Friedhofsgärtner in Bayern steht die arbeitsreichste Zeit des Jahres noch bevor. Denn zu Allerheiligen und Allerseelen Anfang November sollen traditionell natürlich alle Pflegegräber auf Vordermann gebracht und mit Gestecken, Schalen und Gedenksträußen versorgt werden. Das alles und noch viel mehr können Kunden in Bayern in einem Dauergrabpflegevertrag mit einem Vertragsgärtner der TBF vereinbaren. Wer lieber selbst am Grab werkelt und gerne bastelt, der kann im Garten oder auf einem langen Herbstspaziergang bereits verblühte Fruchtstände und Samenkapseln und Zapfen sammeln. Diese sind getrocknet oft sehr dekorativ und eignen sich für ein Herbst- oder Allerheiligengesteck. Weitere Anregungen und Materialien gibt es in Bayerns Gärtnereien in Hülle und Fülle. (tbf)

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