Stickstoff-Bilanzen: Neue Studie erschienen

Seit vielen Jahren gehören Nährstoffbilanzen, d.h. die Vergleiche von Düngeraufwand und Ertrag, in Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis zum Alltag.Der Stickstoff-Bilanzüberschuss gilt heute als allgemein anerkannter Indikator zur Bewertung der Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion. Die jetzt als Heft 9/2005 der ilu-Schriftenreihe veröffentlichte Studie "Methodische Ansätze und Aussagemöglichkeiten von Stickstoff-Bilanzen" befasst sich mit verschiedenen Bilanzierungsansätzen. Dabei kommen die Autoren Dr. Martin Bach und Prof. Dr. Hans-Georg Frede vom Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Universität Gießen zu dem klaren Fazit: "Der Wirkungsgrad des Stickstoffeinsatzes in der Landwirtschaft konnte (...) seit 1970 mehr oder weniger kontinuierlich verbessert werden. Allein am Kriterium ’Stickstoff-Effizienz’ gemessen ist daraus die Schlussfolgerung zu ziehen: ’Die Landwirtschaft war noch nie so N-effizient wie heute...’."

 

In der Studie werden zunächst die methodischen Aspekte und Varianten von Stickstoff-Bilanzen wie z.B. die Gesamt-, Flächen- und Stall-Bilanz vorgestellt sowie mögliche Fehlerquellen und Unsicherheiten der Ergebnisse erläutert. Zahlreiche agrar- und umweltpolitische Fragen, in deren Zusammenhang die Größe "N-Bilanzüberschuss" mittlerweile verwendet wird, werden angesprochen. Schließlich werden die Vorzüge und Nachteile von Hoftor- und Schlag-Bilanzierung für Einzelbetriebe aufgezeigt. Dabei wird auch auf die Frage eingegangen, in welcher Höhe N-Bilanzüberschüsse ggf. tolerierbar bzw. unvermeidbar sind.

 

Das Vorwort zu Heft 9/2005 der ilu-Schriftenreihe stammt von Hans-Heinrich Ehlen, Minister für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen. Die Studie umfasst 56 Seiten, 7 Abbildungen und 7 Tabellen und kann zum Preis von 7,50 Euro zzgl. Porto unter der Faxnummer 02 28 / 97 99 3-40 bzw. unter der E-Mail-Adresse ilu@fnl.de bestellt werden.

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