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Österreich: Hitze und Trockenheit setzten Feldgemüse zu
Die Feld- und Gartenbaugemüseernte (inkl. Chinakohl) umfasste insgesamt 560.200 t, wie Statistik Austria mitteilt. Damit wurde um nahezu ein Fünftel weniger als 2014 (-19%) verzeichnet, womit aufgrund der langen Hitze- und Trockenperiode eine stark unterdurchschnittliche Ernte erbracht wurde (-12% zum Fünfjahresmittel). Vor allem Kohl- und Blattgemüsearten waren von hitzebedingten Ausfällen betroffen, welche sich besonders in Form von Blattgewebeschäden (Brand) oder vorzeitigem Auswachsen äußerten. Die Trockenheit wirkte sich vor allem auf nicht bewässerte Feldkulturen aus, was sich einerseits durch einen schlechten Aufgang der Saat und andererseits durch Wachstumsdefizite bzw. verminderte Produktgrößen bemerkbar machte.
Ausfälle bei Zwiebeln und Karotten
Hohe Ausfälle aufgrund der extremen Witterung mussten innerhalb der Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten hingenommen werden. Die Erntemenge belief sich auf 284.100 t (-24% zu 2014) und notierte somit 14% unter dem Fünfjahresmittel. Bei Zwiebeln wurde infolge der langen Trockenperiode mit 168.100 t eine deutlich geringere Produktion als im Rekordjahr 2014 ermittelt (-18%). Auch bei Karotten zeichneten hauptsächlich Hitzeschäden für die unterdurchschnittlichen Erträge verantwortlich, womit sich die Ernte auf nur 66.800 Tonnen bezifferte (-38% zu 2014). Zeller erbrachte auf reduzierter Anbaufläche eine Produktion von 12.200 Tonnen (-16% zu 2014). Auch bei Grünerbsen fiel die Produktion – hauptsächlich flächenbedingt – auf 9.500 t zurück (-15% zu 2014). Knoblauch erzielte auf leicht vergrößerter Anbaufläche eine Produktion von 900 t (±0% zu 2014).
Hitzeschäden bei Salat und Kraut
An Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse wurde mit 128.500 t eine stark unterdurchschnittliche Ernte erbracht (-23% zum Fünfjahresdurchschnitt), die ein Fünftel weniger ausmachte als 2014. Starke Ertragseinbußen wegen Hitze und Trockenheit verzeichneten vor allem Salate, deren Produktion einen Tiefstwert von 40.600 t erreichte (-10% zu 2014) und damit 16% unter dem Fünfjahresmittel rangierte. Bei Kraut, davon 87% Weißkraut, ging die Produktion gegenüber dem Vorjahr sogar um 28% auf 42.500 t zurück – 26% weniger als in einem "Normaljahr". Ebenso wurde bei Chinakohl mit einer Ernte von 16.700 t ein starkes Minus gemeldet (-31% zu 2014). Die Spinaternte fiel trotz Flächenausweitung im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 11.000 t zurück. Spargel hingegen verzeichnete bei einer Ernte von 2.500 t nur moderate Einbußen von 2%.
Etwas weniger Paradeiser und Gurken
An Fruchtgemüse wurde eine leicht überdurchschnittliche (+3%) Erntemenge von 147.700 t verzeichnet, die jedoch 4% unter dem Wert von 2014 lag. An Tomaten, davon 78% Rispenparadeiser, wurde eine Produktion von 55.700 t erbracht und damit etwas weniger als im Vorjahr geerntet (-3% zu 2014). Die Kulturfläche blieb weitgehend unverändert. Gurken erreichten ein Erntevolumen von 43.600 t (-4% zu 2014), wovon über zwei Drittel Glashausgurken waren. Deren Produktion blieb mit 29.600 t klar unter Vorjahresniveau (-8% zu 2014), weil Lichtmangel im Frühjahr und Herbst den Ertrag etwas dämpfte. Mit 15.300 t wurden bei Paprika ebenfalls Ausfälle von 15% gegenüber dem Vorjahr gemeldet, teilweise einhergehend mit leichter Flächenreduktion. Zuckermais erreichte auf reduzierter Anbaufläche eine Erntemenge von 10.600 t (-15% zu 2014). Speisekürbis hingegen erzielte mit 15.100 t eine höhere Produktion als im Vorjahr (+9% zu 2014) und machte damit bereits 10% des gesamten Fruchtgemüsesegments aus. Bei Zucchini wurde mit 5.000 t in etwa die Vorjahresmenge geerntet. (staau)

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