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Österreich: 10% mehr Obst im Hitzejahr 2003
Apfelernte trotz Einbußen überdurchschnittlich. Rekorderträge bei Birnen. Top Marillen – Produktion.Wien - Nach Angaben der Obstreferenten der Statistik Austria erreichte die diesjährige Obstproduktion 784.200 t, womit der schon hohe Wert des Vorjahres um 10% und der Erntedurchschnitt der letzten 10 Jahre sogar um 16% übertroffen wurde. Damit kann der österreichische Obstbau zweifellos als ein Gewinner der extremen Witterungsbedingungen dieses Jahres bezeichnet werden.
Schon im Frühjahr zeichnete sich aufgrund des optimalen Blühwetters und der hohen Blütendichte - speziell bei Steinobst und Birnen - eine üppige Ernte ab. Im bereits hitzegeprägten Mai sorgten aber zum Teil schwere Hagelunwetter - besonders in Wien - für punktuell hohe Ernteausfälle.
Bei Kernobst (inkl. Mostobst) wurde eine Produktion von 598.100 t (+3%) erzielt, wobei Äpfel (inkl. Mostäpfel) mit einem Minus von 12% auf 422.600 t abschnitten, während Birnen (inkl. Mostbirnen) mit 175.500 t (+69%) die höchste Ernte seit 15 Jahren hervorbrachten.
Hervorragende Birnenerträge konnten sowohl im Erwerbsanbau (8.900 t; +79%) als auch im Extensivbereich (166.600 t; +69%) verzeichnet werden. Bei Mostbirnen wurde das Vorjahresergebnis mit 120.900 Tonnen (+95 Prozent) sogar fast verdoppelt.
Die Mindererträge bei Äpfeln wirkten sich insofern weniger dramatisch aus, als immer noch von einer überdurchschnittlichen (+2%) Apfelernte (inkl. Mostäpfel) gesprochen werden kann. Allein an Winteräpfeln konnten 311.000 t (-11%) geerntet werden, wovon 172.300 t (-14%) auf 5.700 ha Erwerbsanlagen produziert wurden. 86% (148.300 t; -14%) dieser intensiv produzierten Winteräpfel kamen aus der Steiermark. An Sommeräpfeln konnten heuer 39.800 t (-11%) eingebracht werden, was auch gegenüber dem Erntedurchschnitt der letzten 10 Jahre ein Minus von 8 Prozentpunkten bedeutet. Mostäpfel fielen mit 71.800 t (-13%) ebenfalls etwas zurück, waren aber dennoch deutlich (13%) überdurchschnittlich.
Bei den Steinobstarten wurden mit einer Gesamternte von 128.700 t (+60%) besonders hohe Erträge verzeichnet, was im Hinblick auf das schlechte Vorjahresergebnis umso erfreulicher war.
So wurde bei Zwetschgen eine Ernte von 69.500 t (+60%) erzielt, die auch 30% über dem langjährigen Durchschnitt lag. Auch bei Kirschen (inkl. Weichseln) konnten mit einem Plus von 36% gute Erträge bei einer Produktion von 34.500 t eingebracht werden. Im Vergleich zum katastrophalen Vorjahresergebnis war die heurige Marillenernte mit 17.400 t (+186%) mehr als zufrieden stellend; der langjährige Durchschnitt wurde um 45% übertroffen. Mit 10.600 t (+336%) kam fast zwei Drittel der Marillenernte aus Niederösterreich, womit auch die „Wachauer Marille" wieder in ausreichender Menge zur Verfügung stand. Pfirsiche konnten zwar mit einer Ernte von 7.300 t (+27%) gegenüber 2002 zulegen, die Produktion lag jedoch noch immer um 23% unter dem langjährigen Durchschnitt.
Bei Beerenobst wurde die heurige Ernte mit 37.100 t (+1%) beziffert. Davon wurden 18.300 t (-6%) durch Ribisel und 16.100 t (+4%) durch Erdbeeren abgedeckt. Stachelbeeren konnten mit 1.500 t auf dem Mengenniveau des Vorjahres geerntet werden. Erstmals wurde auch die erwerbsmäßig produzierte Himbeerernte erhoben, die 1.200 t auf 140 ha betrug. Sehr befriedigend fiel die Walnussernte mit 20.300 t (+46%) aus, wovon ein intensiv produzierter Anteil von 350 t errechnet wurde. (STA)

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