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LfL: Zahlreiche Besucher beim Kartoffeltag in Straß
Die gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Bayerischen Staatsgüter (BaySG), des Erzeugerrings für Pflanzenbau Südbayern e. V., des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bot Fachvorträge und Feldführungen zu aktuellen Forschungsergebnissen und förderte den fachlichen Austausch.
Im Mittelpunkt des fachlichen Programms standen aktuelle Entwicklungen rund um die von der Schilfglasflügelzikade übertragenen Krankheiten Stolbur und SBR, die den Anbau von Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben zunehmend vor große Herausforderungen stellen. Dazu wurde eine Initiative der Kartoffelwirtschaft vorgestellt, bei der im Rahmen eines privat organisierten Keimtests problembehaftete Partien identifiziert werden. Das Verfahren greift aktuelle Forschungsergebnisse auf und ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die Praxis umgesetzt werden. Ergänzend informierten die Referentinnen und Referenten über neue Erkenntnisse zum Einsatz von Additiven und Zusätzen im Spritzwasser. Zudem gab es wichtige Hinweise für Landwirte, die Nachbaupflanzgut auf Besatz mit Viren und Bakterien untersuchen lassen wollen. Die Untersuchungsmöglichkeit an der LfL entfällt zwar, aber dafür bietet der Bodengesundheitsdienst in Rain am Lech eine fachlich fundierte Untersuchung an.
Wie sich die vorgestellten Ansätze unter Praxisbedingungen bewähren, zeigte sich anschließend auf den Versuchsflächen. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in laufende Versuche zu Stolbur und SBR, Biostimulanzien sowie den Landessortenversuchen. Trotz der anhaltenden Trockenheit konnten die Auswirkungen verschiedener Versuchsfaktoren im Feld anschaulich dargestellt werden. Die Versuchsflächen boten damit ideale Voraussetzungen für den intensiven fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis. Diesen nutzte auch die Bayerische Kartoffelkönigin Julia Grabler, die sich mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Einrichtungen austauschte.
"Der diesjährige Kartoffeltag zeigte einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Praxis, Forschung und Beratung ist", zog Robert Knöferl, neuer Leiter des LfL-Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, als Fazit der Veranstaltung. "Die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher zeigte, wie hoch der Stellenwert der Versuchsarbeit und des persönlichen Austauschs vor Ort sind."
BaySG-Geschäftsführer Anton Dippold dankte allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Erfolg der praxisrelevanten Versuchsarbeit beitragen: "Die Ergebnisse auf unseren Versuchsflächen sind nur möglich, weil viele Menschen das ganze Jahr über mit Fachwissen und großem Einsatz daran arbeiten."

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