Landesgartenschau Wangen 2024: Geht mit großem Erfolg zu Ende

Am 25.09.2024 wurde die 900.000-er Marke bei den Besucherzahlen der Landesgartenschau Wangen überschritten.

von links: Edith Heppeler (Geschäftsführung LGS Wangen), Gerhard Hugenschmidt (bwgrün.de), Michael Lang (Oberbürgermeister Wangen), Peter Hauk (Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz), Wolf Grünenwald (Veranstaltungen LGS Wangen), Karl-Eugen Ebertshäuser (Geschäftsführung LGS Wangen). Bild: LGS Wangen.

Wenn am Sonntag, 6. Oktober die Türen der Landesgartenschau Wangen 2024 schließen, werden weit mehr Menschen die Schau besucht haben als zuvor gedacht. Bereits gestern ist die 900.000ste Besucherin / der 900.000ste Besucher am Eingang gezählt worden. Die Gartenschau hatte mit 600.000 Gästen gerechnet. Anstatt 12.000 Dauerkarten wie geplant, wurden 32.089 verkauft. Alle Erwartungen wurden damit weit übertroffen. Doch die Zahlen sind es nicht allein, die Wangen zu einer sehr erfolgreichen Landesgartenschau machen. Es sind die Rückmeldungen der Gäste, die deutlich machen, dass den Planern etwas Besonderes gelungen ist. Viele Menschen aus Wangen und der Region freuen sich über das Entstandene und wollen es in eine gute Zukunft führen.

Peter Hauk (MdL), Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz:

Wangen im Allgäu hat in den vergangenen Monaten diese Landesgartenschau von ganzem Herzen gelebt und war ein hervorragender Gastgeber. Ich bin zutiefst beeindruckt, was hier als Gemeinschaftsleistung auf die Beine gestellt wurde. Die Landesgartenschau war ein voller Erfolg und ein Höhepunkt für das ganze Land. Mit der Landesgartenschau und dem Landesprogramm ,Natur in Stadt und Land‘ wurden bleibende Werte geschaffen, die langfristig die Attraktivität der Stadt stärken. Die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wangen sowie der gesamten Region mit der Landesgartenschau und die hohe Bereitschaft zur Mitwirkung haben in besonderem Maße zum Erfolg beigetragen, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL.

Gerhard Hugenschmidt bwgrün.de

Gerhard Hugenschmidt, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von bwgrün.de, hob die Leistung der Gärtner und die Beiträge der verschiedenen Fachverbände hervor, die zu den Höhepunkten der Schau gehörten. Der Wechselflor auf 3.500 Quadratmeter begeisterte aller Wetterkapriolen zum Trotz in seiner ganzen Buntheit und Üppigkeit die Besucherinnen und Besucher auf dem über 3,6 Kilometer langen Weg über das Landesgartenschaugelände.

Investition in die Zukunft

Oberbürgermeister Michael Lang dankte dem Land Baden-Württemberg und dem Bund für alle Unterstützung. „Mit dem Rückenwind der Landesgartenschau konnten wir einen neuen Stadtteil aus der Brache der ehemaligen Baumwollspinnerei und –weberei entwickeln. Mindestens 500 Menschen arbeiten bereits in den Gebäuden der ERBA. 400 Wohnungen sind dort und in den Auwiesen vorwiegend in Holzbauweise entstanden. Ein wunderbarer Park verbindet die Altstadt mit dem neuen Stadtteil mit insgesamt zehn neuen und erneuerten Bücken über den revitalisierten Fluss. Dies wurde möglich durch die großzügige Förderung“, sagte er. Er dankte dem gesamten Team der Landesgartenschau, den beiden Geschäftsführenden Karl-Eugen Ebertshäuser und Edith Heppeler, und dem Landschaftsarchitekten Axel Lohrer, der das Gelände seit 2014 geplant hatte. Seinen Dank richtete er auch an bwgrün.de, vertreten durch Gerhard Hugenschmidt für die gute Zusammenarbeit. Und er dankte den Bürgerinnen und Bürgern aus Wangen und der Region, die die Landesgartenschau nicht nur in der Vorbereitung über Jahre mitgetragen haben, sondern sie durch ihr Kommen, ihre Begeisterung und ihr Engagement zu einem wunderbaren Fest gemacht haben. Sein Dank ging auch an die Sponsoren, ohne deren Beitrag die Landesgartenschau so nicht möglich gewesen wäre.

Positive Wirkung

Egal, woher die Gäste kommen, sie meldeten viele positive Eindrücke zurück. Eine Wangenerin schrieb beispielsweise: „Ein großes Kompliment zur Landesgartenschau. Sie ist wunderschön geworden, ein wunderschönes Konzept, einfach ein Traum immer wieder dort Stunden verbringen zu dürfen.“

Eine Besucherin aus Ebersbach war voll des Lobes: „Ich war mit meinem Mann am Montag auf der Gartenschau. Die schönste, die wir bisher gesehen haben. Wir kommen nochmals.“
Von einem weiteren Paar kam diese Reaktion: „Wir sind sehr viel unterwegs - auch in Deutschland. Gestern waren wir in Wangen und wir waren einfach nur überwältigt!! Ein riesiges Gelände mit einem Fest für die Augen, tolle Themenbereiche, eine irre Blumenvielfalt, mit so viel Liebe und Hingabe angepflanzt! DANKE für diesen wundervollen Tag!

Sehr oft waren die Kommentare mit einem Lob an und über die Ehrenamtlichen im Park versehen. So schrieb ein Besucher aus dem Odenwald: „Ich bin überall sehr freundlichen Menschen begegnet und habe mich in Wangen sehr wohlgefühlt. Die LGS war natürlich ein Höhepunkt. Auch da gab es nur positive Begegnungen. Gerade die vielen Ehrenamtlichen haben das Übrige dazu getan; freundliches Entgegenkommen überall.“

Überwältigender ehrenamtlicher Einsatz

Allein bei der Landesgartenschau hatten sich 930 Menschen aus Wangen und der Region für den ehrenamtlichen Einsatz verpflichtet. Sie werden in ihren türkisfarbenen T-Shirts und Jacken bis zum Ende 50.147 Stunden im Geländeteam, bei den Einlasskontrollen, im Team der Veranstaltungen oder bei den 1681 Führungen tätig gewesen sein. Bei den Kirchen waren es 300 Personen, die für ein tägliches Programm sorgten. Die Landfrauen meldeten 6.000 Einsatzstunden mit Kaffee kochen, Kuchen backen und ausgeben, Gartenpflege und Geländeführungen. Und außerdem gab es zahlreiche Personen und Vereine, die sich mit vielfältigen Programmbeiträgen beispielweise zu Literatur und Musik engagierten, aber auch beim Landesverband Obst- und Gartenbau, dem Kleinbrennerverband, bei den Gartenfreunden, den Imkern, den Kleintierzüchtern, in der Zeltschule, bei der VHS, der Jugendkunstschule, die Wangener Schulen, Kindergärten und Vereine ehrenamtlich in den Dienst der Landesgartenschau stellten. Wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es auch kleinere und größere Notfälle. 2500 geleistete ehrenamtliche Stunden, 390 Helfereinsätze, 508 Behandlungen und 60 Klinikzuweisungen sind die Bilanz des Deutschen Roten Kreuzes bis zum 22. September. Zweimal wurden Leben gerettet.

Oberbürgermeister Michael Lang: „Ich danke allen, die sich mit ihrem ganz persönlichen Engagement für die Landesgartenschau eingesetzt haben. Die mehr als 2.000 Ehrenamtlichen waren und sind das freundliche und fröhliche Gesicht der Landesgartenschau. Ich freue mich, wenn viele von ihnen auch nach dem Ende den Geist der LGS in der Stadt weitertragen.“

3.800 Veranstaltungen locken

3.800 Veranstaltungen wurden dem Publikum von Veranstaltungsleiter Wolf Grünenwald und seinem Team geboten. Musik in vielen Stilrichtungen von Hip-Hop über Rock meets Klassik, vom Italo-Sound bis hin zur Rockmusik, Literatur, Theater, Vorträge, Podien Sport, Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene – für alle gab es ein attraktives Programm. Die Kirchen boten ein reiches Programm einschließlich der wöchentlich stattfindenden ökumenischen Gottesdienste. Getragen wurde es neben den Profis von vielen, die als Verein oder Gruppe ehrenamtlich auftraten. Es waren wahrlich nicht nur die Highlightkonzerte mit Konstantin Wecker, Giovanni Zarella, Montez und Gestört aber geil, die Tausende Menschen auf die Beine und unters Zelt an der Sparkassen-Kulturbühne brachten.

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