Klasmann-Deilmann: Baut Rohstoffsicherung weiter aus

Klasmann-Deilmann verstärkt seine Aktivitäten im Baltikum und ist jetzt auch in Lettland tätig. Mit Wirkung zum 13. September 2011 hat das Unternehmen die lettische Gesellschaft Blue Mountain Peat SIA übernommen, die im Kreis Valmiera auf etwa 1.325 ha Weißtorf im Soden- und Frästorfverfahren gewinnt.

Klasmann-Deilmann verstärkt seine Aktivitäten im Baltikum und ist jetzt auch in Lettland tätig. Mit Wirkung zum 13. September 2011 hat das Unternehmen die lettische Gesellschaft Blue Mountain Peat SIA übernommen, die im Kreis Valmiera auf etwa 1.325 ha Weißtorf im Soden- und Frästorfverfahren gewinnt. Die Gewinnungsbetriebe in den Städten Zilaiskalns, Raki, Tevgarsas, Koceni und Ozolmuiza firmieren mit etwa 60 Beschäftigten ab sofort unter Klasmann-Deilmann Latvia SIA. Zwischen den Parteien wurde Stillschweigen bzgl. des Kaufpreises vereinbart.

„Mit den neuen Gewinnungsflächen erweitern und sichern wir unsere Rohstoffbasis im Baltikum“, kommentiert Geschäftsführer Norbert Siebels die jüngste Akquisition. „Damit ist die Versorgung unserer zentralen Substratproduktion im litauischen Silute für Jahrzehnte gesichert. Zudem streuen wir das witterungs-bedingte Risiko unserer Erntemengen auf unterschiedlich gelegene Regionen. Insgesamt bewirtschaftet die Klasmann-Deilmann-Gruppe jetzt über mehrere tausend Hektar Gewinnungsflächen im Baltikum. Dies untermauert unsere Absicht, in dieser Region unser Engagement zu stabilisieren und Schritt für Schritt weiter auszubauen. Damit trägt Klasmann-Deilmann Latvia entscheidend zur Zukunftssicherung der Klasmann-Deilmann-Gruppe bei.“

Vorausgegangen waren lange Verhandlungen, um eine einvernehmliche Regelung nicht nur zwischen den Verkäufern und Klasmann-Deilmann sondern auch um eine vorteilhafte Lösung für die beteiligten Gemeinden zu finden. Klasmann-Deilmann hat mit dem Kauf der Abbaurechte eine große Verantwortung als neuer Arbeitgeber in der Region übernommen und umfangreiche Pflichten im Sinne eines nachhaltigen Torfabbaus. „Am Schluss der Verhandlungen waren alle Beteiligten mit den ausgehandelten Bedingungen zufrieden“, führt Siebels dazu aus. „Wir werden die Gewinnungsmengen in den nächsten drei Jahren erheblich steigern und somit auch die bestehenden Arbeitsplätze sichern und neue Arbeitsplätze in dieser Region schaffen.“

Siebels ging noch auf einen weiteren wichtigen Aspekt ein. „Auf den Gewinnungsflächen der Klasmann-Deilmann Latvia können wir zukünftig auch sehr leichte Weißtorfqualitäten ernten, die wir in dieser Menge und Qualität in unseren litauischen Betrieben nicht mehr zur Verfügung haben. Das wird unseren Kunden in der ganzen Welt zugutekommen, die bereits heute unsere Kultursubstrate aus dem Baltikum schätzen“, kommentiert Siebels die erfolgreiche Akquisition.

Klasmann-Deilmann ist seit Anfang der 90er Jahre im Baltikum aktiv. Den unternehmerischen Schwerpunkt bilden die vier Tochtergesellschaften in Litauen. In Silute wurde in 2010 eine hochmoderne Substratfabrik in Betrieb genommen, die mit einer Jahresproduktion von über 1 Million Kubikmeter zu den größten in Europa zählt.

Die Klasmann-Deilmann-Gruppe ist der weltweit führende Produzent von Kultursubstraten für den Erwerbsgartenbau. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 150 Mio. EUR und beschäftigt etwa 810 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Europa, Asien und den USA. Bei der Durchführung des Projekts wurde Klasmann-Deilmann in finanzieller Hinsicht durch KPMG Corporate Finance beraten und zusätzlich durch KPMG Transaction Services sowie ein Team aus Anwälten unterstützt. (k-d)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.