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Karotten – Carotin und Gesundheit
Karotten verdanken ihren sprichwörtlichen gesundheitlichen Wert dem hohen Gehalt an Carotin. Kein anderes Gemüse enthält auch nur annähernd soviel davon. Die alte Weisheit «Rüebli für’s Büebli» hat durchaus einen Sinn, denn die Carotine, die als Alfa- und als Beta-Carotin vorkommen, sind Vorstufen des lebenswichtigen Vitamins A. An der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau Wädenswil (FAW), wo die Karotte von der Saat bis auf den Teller mit wissenschaftlicher Akribie begleitet wird, misst man dem Carotin und weiteren sekundären Pflanzenstoffen besondere Bedeutung zu. Dabei interessiert, welche Faktoren den Carotingehalt bestimmen. Die Untersuchung von rund 30 häufig angebauter Sorten während drei Anbaujahren an verschiedenen Standorten und bei verschiedenen Anbauweisen lässt eine genetisch bedingte Abhängigkeit des Carotingehaltes von der Sorte erkennen. Die Gehalte an Alfa-Carotin variierten zwischen 3,1 und 4,9 Milligramm pro 100 Gramm Frischsubstanz, diejenigen am ernährungsphysiologisch bedeutenderen Beta-Carotin zwischen 6,5 und 9,8 Milligramm. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Aufnahme von 2 bis 4 Milligramm Beta-Carotin lässt sich beispielsweise mit dem Konsum einer Karotte von 150 Gramm aller untersuchten Sorten hinlänglich decken. Ausgesprochen wenig Carotin fand man dagegen in den traditionellen Sorten weisse «Küttiger» und gelbe «Pfälzer». Dies bestätigt den Hinweis, dass die Carotine auch an der Farbausprägung der Karotten beteiligt sind. Die Untersuchung zeigte im Weiteren, dass der Carotingehalt vom Standort (Betrieb) signifikant beeinflusst wurde, nicht aber vom Anbaujahr, von der Anbauweise und von der Lagerung.
Die neue Karottensorte „Nutri-red“ zeichnet sich durch ihre burgunderrote Farbe aus und enthält zusätzlich zu Alfa- und Beta-Carotin 4 bis 12 Milligramm Lycopin pro 100 Gramm. Das sind ähnliche Mengen wie in der Tomate. Das Lycopin hat zwar keine Vitamin A -Wirkung, aber es werden ihm vorbeugende und hemmende Wirkungen gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebsleiden zugeschrieben. Dies ist aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr positiv zu werten.
(Quelle: FAW/Der Gemüsebau)

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