Himbeerzüchtung: Britisch-schweizerische Allianz

Himbeeren stellen neben Erdbeeren die am meisten gepflanzte Beerenobstart im Hausgarten dar. Damit diese Kultur auch problemlos funktioniert und die Gartenfreunde in jedem Falle die süßen Früchte ihrer Gartenarbeit ernten und genießen können, bleibt aber züchterisch noch viel zu tun.

Himbeeren stellen neben Erdbeeren die am meisten gepflanzte Beerenobstart im Hausgarten dar. Damit diese Kultur auch problemlos funktioniert und die Gartenfreunde in jedem Falle die süßen Früchte ihrer Gartenarbeit ernten und genießen können, bleibt aber züchterisch noch viel zu tun, obwohl es in den letzten zwei Jahrzehnten große Fortschritte gegeben hab, so Markus Kobelt, Gründer und Besitzer der Lubera AG, des schweizerischen Obst und Beerenspezialisten.

Die Lubera AG hat deshalb mit der traditionsreichen, im nächsten Jahr ihr 100 Jahre Jubiläum feiernden britischen Züchtungsstation East Malling einen Zusammenarbeitsvertrag geschlossen, nach dem Lubera europaweit alle neuen Himbeersorten aus der Forschungsanstalt für den Hausgartenmarkt einführen wird. Dabei wird Lubera nicht nur die Vermarktung der fertigen Sorten übernehmen, sondern bringt das Wissen um den Hausgartenmarkt in den Züchtungs- und Selektionsprozess ein. Markus Kobelt führt dazu weiter aus: „Mit dieser Zusammenarbeit können wir unsere eigene Himbeersorten-Pipeline entscheidend erweitern. Wir gewinnen Masse und können nun genau die Sorten selektieren, die eine einfache und erfolgreiche Kultur im Hausgarten erlauben. Dabei haben wir einen ganz anderen Fokus als Züchter für den Erwerbsanbau; wir suchen nicht höchste Erträge, Transportierbarkeit und Festigkeit, sondern Geschmack, einfache Kultur und Robustheit!“

Auch Felicidad Fernandez, die Himbeerzüchterin aus East Malling in Südengland, sieht die Win-Win-Situation: „ Dank der Zusammenarbeit mit Lubera können wir gezielter und besser Sorten für den Hobbygärtner züchten, wir sehen unser Züchtungsmaterial nun sozusagen mit einer anderen Brille an.“

Gemäß Markus Kobelt ist schon im nächsten Jahr mit einer ersten Neueinführung aus dieser Zusammenarbeit zu rechnen, die auch am Plantarium in Holland vorgestellt werden wird. In den nächsten Jahren sei dann mit einem stetigen Strom an Neueinführungen, mit einer neuen Himbeerfamilie sozusagen, zu rechnen. (lubera) 

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