Frischezentren für die Nahversorgung

"Die städtischen Großmärkte sind als Frischezentren für die Nahversorgung unverzichtbar.""Bei Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen sind die Großmärkte Garanten für Frische, Vielfalt und Qualität", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am 25. Oktober bei seinem Besuch auf dem Stuttgarter Großmarkt. Während seines Rundgangs informierte sich der Minister bei Vertretern der Märkte Stuttgart, der Marktgärtner und des Fruchthandels über aktuelle Entwicklungen auf dem Großmarkt.

 

"Der Großmarkt Stuttgart ist der drittgrößte Warenumschlagsplatz Deutschlands für Frischeprodukte und überregionaler Markt für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Obst, Gemüse, Blumen und Zierpflanzen", betonte Minister Peter Hauk. Die bunte Vielfalt reicht von exotischen Früchten aus aller Welt bis zu Gartenbauerzeugnissen aus heimischem Anbau. Das Besondere am Großmarkt Stuttgart ist, dass neben zahlreichen Importfirmen und Händlern, auch sehr viele Obstbauern und Gärtner aus der näheren Umgebung Stuttgarts vertreten sind. Diese bieten ihre im Umland erzeugten Produkte auf dem Großmarkt den dortigen Händlern zum Weiterverkauf an. "Eine solch starke Präsenz heimischer Erzeuger auf einem städtischen Großmarkt ist einzigartig in Deutschland", betonte der Minister. "Damit kommt dem Stuttgarter Großmarkt große Bedeutung für die regionale Erzeugung und Vermarktung von Lebensmitteln zu", sagte Minister Peter Hauk.

 

Daneben diene der Großmarkt zahlreichen mittelständischen Firmen mit rund 2.000 Beschäftigten als Standort und Existenzgrundlage. Kunden des Großmarktes seien neben den großen Einzelhandelsketten hauptsächlich Facheinzelhändler, Kantinen, Restaurants, Hotels und sonstige Großverbraucher, wie z. B. Krankenhäuser, Schulen oder Altenheime. "Leider sind auch die städtischen Großmärkte von der derzeitigen Konsumflaute betroffen", so Minister Hauk. Hinzu kommt dass es durch die starke Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel und den anhaltenden Preiskampf immer weniger Kunden auf allen deutschen Großmärkten gibt. "Auf dem Stuttgarter Großmarkt konnte man erfreulicherweise dem negativen Trend bisher erfolgreich begegnen", sagte der Minister. Im Gegensatz zu anderen deutschen Großmärkten seien hier die Verkaufsflächen und -einrichtungen nahezu vollständig belegt.

 

Um den verbraucherspezifischen Nutzen der Großmärkte zu verdeutlichen wurde die "Gemeinschaft zur Förderung der Interessen der deutschen Großmärkte" (GFI) gegründet. Dem Förderverein gehören die zwölf wichtigsten deutschen Großmärkte (u. a. Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim) an. Durch Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen soll die Bedeutung der deutschen Großmärkte für die Erhaltung der Angebotsvielfalt und der Qualität frischer Lebensmittel im Groß- und Einzelhandel und damit die immense Bedeutung der Großmärkte für die Allgemeinheit herausgestellt werden.

 

Zusatzinformation zum Großmarkt Stuttgart:

 

Eröffnung: 1. April 1957

Größe: 190.000 qm

Organisation: Der Großmarkt, ein Unternehmensbereich der Märkte Stuttgart GmbH & Co. KG, bietet das Umfeld für den privat organisierten Handel. Das Unternehmen stellt die Fläche und die Infrastruktur, sorgt für Sicherheit und Sauberkeit.

Bedeutung: Drittgrößter Warenumschlagsplatz Deutschlands für Frischeprodukte und überregionaler Markt für landwirtschaftliche Produkte, Obst und Gemüse, Blumen und Pflanzen.

Warenumschlag: 400.000 Tonnen/Jahr.

Umsatz: 500 Mio. Euro

Marktgebiet: Im Umkreis von ca. 300 km rund um Stuttgart (bis Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen) werden bis zu 12 Mio. Menschen erreicht. Firmen des Großmarktes: 108 Import- und Großhandelsfirmen, 140 Direkterzeuger für Gemüse (und Obst) mit 3.000 m2 Erzeugermarkt, 120 Blumenhändler und Gärtner aus der Region, 3.700 qm Ladehalle. Insgesamt ca. 2.000 Beschäftigte.

Kunden: Über 4.000 Kunden: Groß- und Einzelhandelsbetriebe, gewerbliche Be- und Verarbeitungsbetriebe, Großverbraucher wie Hotels und Gaststätten, Krankenhäuser und Kantinen. (mlr.bw)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.