Friedhofsgärtner: Erhalten drei Staatsehrenpreise

Die Besten der Besten unter den Ausstellern wurden zum Abschluss der internationalen gartenschau hamburg 2013 (igs) besonders ausgezeichnet: Staatssekretär Dr. Ingo Braune vom BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) freute sich, auch den Friedhofsgärtnern für ihre kreativen und individuellen Grabgestaltungen den Staatsehrenpreis überreichen zu dürfen.

Die Besten der Besten unter den Ausstellern wurden zum Abschluss der internationalen gartenschau hamburg 2013 (igs) besonders ausgezeichnet: Staatssekretär Dr. Ingo Braune vom BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) freute sich, auch den Friedhofsgärtnern für ihre kreativen und individuellen Grabgestaltungen den Staatsehrenpreis überreichen zu dürfen.

Den Staatsehrenpreis in Gold im Bereich „Gärtnerische Ausstellungen – Grabgestaltung und Denkmal“ erhielt bei tosendem Applaus die Friedhofsgärtnerei Manfred Freuken aus Duisburg. Über den Staatsehrenpreis in Silber freute sich die Ausstellergemeinschaft Alois Brandl und Claus Rankl aus München. Der Preis wurde entgegen genommen von Jakob und Quirin Brandl sowie Claus Rankl. Den Staatsehrenpreis in Bronze bekam das Bildungszentrum Gartenbau Essen. Als Fachlehrerin Anja Qayyum-Kocks mit ihren ehemaligen Meisterschülern auf die Bühne trat, jubelte das Publikum im Festzelt.

Herausforderung für die Preisrichter
In diesem Jahr war das Rennen um die Staatsehrenpreise bis zur letzten Minute offen. Für die Preisrichter waren die insgesamt vier Bewertungsrundgänge eine große Herausforderung. Schließlich galt es, 120 Mustergräber von 90 Ausstellern in vier Themenbereichen des Ausstellungsteils „Grabgestaltung und Denkmal“ zu bewerten. Die Auswahl der verwendeten Pflanzen und das Spektrum der verschiedenen Grabgestaltungen waren immens. Ebenfalls hatten die Aussteller die Aufgabe, genau zu erläutern, warum sie ihr Grab auf diese Weise bepflanzt hatten. Diese Erläuterung zur jeweiligen Grabgestaltung wurde ebenfalls mit in die Bewertung einbezogen.

Erstmals in diesem Jahr fand nach zwei Wochen ein zweiter Rundgang der Preisrichter zur Punktevergabe für die Sommerbepflanzung statt. Dieser Durchgang wurde eingeführt, um die Haltbarkeit des Sommerflors zu überprüfen. Umso größer ist die Leistung der drei Staatsehrenpreisträger zu bewerten, da ihre Grabgestaltungen zu jeder Zeit einwandfrei waren.

Lobende Worte für die zahlreichen Aussteller
Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), lobte und dankte in seiner Ansprache allen an der igs beteiligten Gärtner, die bewiesen hätten, zu welch kreativen und außergewöhnlichen Leistungen sie imstande seien: „Egal, ob es in Strömen regnete oder heiß war, sie haben alles gegeben. Ich bin stolz auf Sie.“ Er dankte ebenfalls dem igs-Team und betonte, wie wichtig Gartenschauen für die Entwicklung von Parkanlagen in Städten und Kommunen seien.

Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, erklärte: „171 Tage Gartenschau in Hamburg liegen hinter uns. Und das in einem Stadtteil, der bislang vernachlässigt wurde, und dem man etwas Gutes tun wollte.“ Jetzt, nach Abschluss der igs, stehe der Wilhelmsburger Inselpark den Menschen als Volkspark zur Verfügung. In diesem finden die Bürger viele attraktive Erholungs- und Freizeitangebote wie beispielsweise eine Kletterhalle.

Staatssekretär Dr. Ingo Braune als Vertreter des Bundesministeriums betonte, dass die Entwicklung des Stadtteils Wilhelmsburg durch die igs eine positive Prägung erhalten habe, die durch die herausragende Leistung der Gärtner für „Jahrzehnte seine Strahlkraft behalten werde“. „Es war eine wunderbare Leistungsschau des Gartenbaus im besten Sinne. Die Gärtner haben ihre Kreativität und ihren Sinn für Ästhetik unter Beweis gestellt. Sie alle haben ein dickes Lob für diese Leistung verdient, die oft nicht genug gewürdigt wird.“

Die nächste Bundesgartenschau findet 2015 in der Havelregion statt. Dann werden als Novum gleich fünf Standorte als Ausrichter versuchen, mit ihren Angeboten bei den Besuchern zu punkten. Die Friedhofsgärtner werden in bewährter Weise wieder mit dabei sein und unter Beweis stellen, auf welch hohem Niveau Grabgestaltung möglich ist. Ihre Ausstellung wird auf dem alten Domfriedhof der mehr als 1000-jährigen Hansestadt Havelberg zu finden sein. (ZVG/BdF)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.