Förderverein Obstbauschule Schlachters: Vereinssitzung

Anfang April konnten der Betriebsleiter der Versuchsstation für Obstbau Schlachters Dipl.-Ing. (FH) Christian Knaus und der Vereinsvorsitzende Uli Pfanner zahlreiche Mitglieder des Fördervereins Obstbauschule Schlachters zur Vereinssitzung begrüßen.

Anfang April konnten der Betriebsleiter der Versuchsstation für Obstbau Schlachters Dipl.-Ing. (FH) Christian Knaus und der Vereinsvorsitzende Uli Pfanner zahlreiche Mitglieder des Fördervereins Obstbauschule Schlachters zur Vereinssitzung begrüßen. Der Förderverein wurde 2008 gegründet und will durch finanzielle Unterstützung zum Erhalt der Einrichtung beitragen. Zu den anwesenden Gründungsmitgliedern gehörten u. a. Vertreter der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Stellvertreter der ORO Obstverwertung, der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege, der Bayerische Erwerbsobstbauverband sowie der Kleinbrennereiverband Lindau (B). Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Uli Pfanner als Vorsitzender des Fördervereins im Amt bestätigt. 

Die Gäste informierten sich über die personelle Lage in Schlachters: Durch die Elternzeit der bisherigen Leitung, Dipl.-Ing. (FH) Ute Renner, gibt es in Schlachters Alte und Neue Gesichter, die der neue Leiter Dipl.-Ing. (FH) Christian Knaus kurz vorstellte. Dipl.-Ing. (FH) Carmen Joseph und Dipl.-Ing. agr. (FH) Hans-Thomas Bosch betreuen die laufenden Projekte. Sekretariat und Buchhaltung organisiert die Verwaltungsfachangestellte Ulrike Kulmus. Der Obstbaumeister Udo Brehm mit den Arbeitern Adolf Abler und Birgit Zapf bewirtschaften das 8,32 ha große Areal. Sie werden von der Dualsystem-Studentin Jennifer Johns, Auszubildenden Simon Riebel und Praktikantin Meike Hechinger tatkräftig unterstützt. 

Es wurden die Projekte Interreg IV von Dipl.-Ing. (FH) Carmen Jospeh kurz erläutert: Das Interreg-Projekt ist ein Regionalprogramm der Europäischen Union zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Grenzregionen, wie beispielsweise die Region „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“, in der die Versuchsstation liegt. Das Projekt „Vergleich von Produktionssystemen im Obstbau“ läuft seit 2009 unter Beteiligung mehrerer Projektpartner. Ziel des Projekts ist die Förderung des ökologischen Obstbaus und die Verbesserung des Wissenstransfers von der Forschung in die Praxis. Doch auch der integrierte Obstbau soll von den Ergebnissen des Projekts profitieren, da die beiden Produktionssysteme vergleichbare Ziele haben und somit voneinander lernen und sich entwickeln können. In Schlachters werden im Rahmen dieses Projekts die Auswirkungen der Umstellung von Altanlagen auf ökologische Produktion untersucht. Im Versuch wird ein Teil der Versuchsparzelle weiterhin nach den Richtlinien der integrierten Produktion bewirtschaftet, der andere Teil wurde auf ökologische Produktion umgestellt. Mit Hilfe der Untersuchungsergebnisse sollen Risiken und Chancen während der Umstellungsphase erfasst werden, um diese gegebenenfalls zu minimieren bzw. zu nutzen. 

Dipl.-Ing. agr. (FH) Hans-Thomas Bosch stellte das LEADER Projekt Erhaltung und Nutzung alter Kernobstsorten im bayerischen Allgäu und am bayerischen Bodensee vor. Seit Beginn des Projektes 2009, zeigt sich schon die erste Entwicklung des Erhaltungsgartens. Die ersten Apfelveredelungen aus 2010 wurden inzwischen auf drei Pflanzen vereinzelt und auf Endabstand gepflanzt. Mit den Veredelungen 2012 werden sich 77 Apfelsorten und 58 Birnensorten im Erhaltungsquartier Schlachters befinden. Die Auswahl der Sorten, die in die Sammlung aufgenommen werden, erfolgt wie die Jahre davor unter den Gesichtspunkten „Regionalität, „Seltenheit“ oder „Gefährdung“. Bestandteil der Erhaltungsarbeit ist auch das Bereithalten von Virusfreien Edelreisern besonders vermehrungswürdiger Sorten. Entsprechend den Projektvorgaben wurden 10 Sorten (8 Apfel und 2 Birnensorten) für die Virusfreimachung ausgesucht. Vermutlich wird ab Sommer 2013 erstes virusfreies Basismaterial zur Aufpflanzung in Schlachters zur Verfügung stehen.

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