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fenaco: Kontinuität in anspruchsvollem Umfeld
Die fenaco hat 2011 ein Geschäftsergebnis erzielt, das an die positive Entwicklung der Vorjahre anschliesst. Der Gruppen-Umsatz liegt mit 5,551 Mrd. Franken um 1,9% und das Betriebsergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) mit 255,4 Mio. Franken um 2,7% über dem Vorjahr. Mit einem Eigenkapital von 1,137 Mrd. Franken oder 41,7% der Bilanzsumme steht das Unternehmen der Schweizer Bauern auf solider Basis.
Die fenaco mit ihren über 80 Bereichen und Tochtergesellschaften bewegte sich 2011 in einem anspruchsvollen Umfeld. Für die Vermarktung der großen Ernten von Kartoffeln, Früchten und Gemüse erwies sich der Inlandmarkt erwartungsgemäß als zu klein. Zudem drückte auch das Überangebot an Schweinefleisch auf die Produzentenpreise und der starke Schweizer Franken bewegte Konsumenten dazu, ihr Geld vermehrt im Ausland auszugeben.
Investitionen von über 200 Mio. Franken
Als genossenschaftlich organisiertes Unternehmen der Schweizer Bauern versuchte die fenaco, den wachsenden Druck auf die Produzentenpreise aufzufangen und wo immer möglich, nicht an die Landwirte weiterzugeben. Das zeitigte die erwarteten Folgen. Aufgrund des härter geführten Preiskampfs im Lebensmittelmarkt, der sich 2011 auch auf die Sortimentsteile Früchte und Gemüse ausweitete, resultierte in der Sparte Gemüse, Früchte, Eier ein frankenmässiger Umsatzrückgang von 10,4%. Die Sparte Fleisch hatte trotz leichter Steigerung der Absatzmenge ein Umsatzminus von 3,9% zu verzeichnen. Angesichts dieser Entwicklung investierte die fenaco im Geschäftsjahr 2011 erneut über 200 Mio. Franken in den Ausbau ihrer Infrastrukturen und Verarbeitungsbetriebe, denn Effizienzsteigerungen und Produktionskostenreduzierung sind unabdingbar, um im stets härter werdenden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Florierender Detailhandel
Hatten die überdurchschnittlichen Ernten negative Auswirkungen in der Preisentwicklung des Nahrungsmittelsektors, beflügelten sie den Handel mit Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln geradezu. Hier wurde ein Umsatzplus von 4,3% erzielt. Positiv entwickelte sich auch der Detailhandel der fenaco. Obwohl Währungsgewinne in Form von Vergünstigungen von 2% auf dem Volg- und 7% auf dem LANDI-Sortiment an die Konsumenten weitergegeben wurden, stieg der Umsatz in diesen beiden Kanälen erneut an: in der Sparte Volg Konsumwaren um 3,2%, im Verkauf von Haus- und Gartenartikeln um 3,4%. Auch das Treibstoffgeschäft, insbesondere der Dieselabsatz, florierte. Das Heizölgeschäft hingegen gestaltete sich schwierig, da die Nachfrage im Inland strukturbedingt kontinuierlich sinkt. Die erfreuliche Nachfrage an den AGROLA-Tankstellen und die steigende Preisentwicklung führten schliesslich zu einem Mehrumsatz im Brenn- und Treibstoffgeschäft der fenaco von 10,4%.
Unternehmen auf solider Basis
Die breit abgestützte Geschäftstätigkeit ermöglichte es der fenaco auch im schwierigen Ge-schäftsjahr 2011 gruppenweit an die Umsätze und Erträge der Vorjahre anzuknüpfen. So stieg der Gesamtumsatz von 5,551 Mrd. Franken (Vorjahr 5,449 Mrd.) um 1,9%. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) schloss mit 255,6 Mio. Franken um 2,7% über, das Unternehmungsergebnis mit 61,4 Mio. Franken um 0,7% unter den Vorjahreswerten ab. Mit einem Eigenkapital von 1,137 Mrd. Franken (Vorjahr 1,086 Mrd.), das 41,7% der Bilanzsumme entspricht, steht das Genossenschaftsunternehmen auf einer soliden Basis.
Erneut mehr Beschäftigte
Die fenaco beschäftigte 2011 durchschnittlich 8.715 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 262 mehr als im Vorjahr. Dazu gehörten auch 496 Lernende (Vorjahr 441). Per 31. Dezember 2011 gehörten der fenaco 262 Mitgliedgenossenschaften (LANDI) mit 45.842 Mitgliedern an. Der Delegiertenversammlung vom 27. Juni 2012 wird beantragt, die Anteilscheine der Mitglied-LANDI unverändert mit 6% zu verzinsen (7,5 Mio. Franken).

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