Erfurt: Deutsches Gartenbaumuseum sucht Sponsoren für Minigarten-Projekte

Das Deutsche Gartenbaumuseum Erfurt sucht Sponsoren für die beliebten Minigarten-Projekte mit Schülern ab der 5. Klasse.

Deutsches Gartenbaumuseum Erfurt sucht Sponsoren für beliebte Minigarten-Projekte mit Schülern ab der 5. Klasse. Bild: ©Deutsches Gartenbaumuseum.

Gärten gestalten - mit Wegen, Bänken, kleinen Beeten, mitunter auch einem Teich. Und alles in Miniatur in einer Sperrholz-Obststiege. Das Projekt „Ein Miniaturgarten für die Fensterbank" lockt seit vielen Jahren klassenweise Kinder ins Deutsche Gartenbaumuseum und gehört zu den besonderen Bildungsangeboten innerhalb der Museumsarbeit. „Schon zum Ende des vergangenen Jahres haben sich die ersten Schulklassen zu diesem Klassiker bei uns angemeldet", sagt Museumspädagogin Antje Lobenstein. „Jährlich gibt es nur eine begrenzte Platzanzahl für 10 Schulkassen ab Klassenstufe 5. Aktuell sind bereits 230 Schüler angemeldet."

Für die kommende Zeit suchen die Museumspädagogen nun im Gartenbau oder bei Firmen der grünen Branche Sponsoren und Spender für die sehr material- und kostenintensiven Minigarten-Projekte. Nach eigenen Angaben sind auch Kooperationen denkbar, bei denen Firmenlogos auf die Stiegen gesetzt werden können. Es geht in erster Linie um Bastel- und Dekomaterialien. „Aktuell suchen wir dringend Obststiegen aus Sperrholz, gern in der Größe 30 x 50 cm und mit einer Höhe von 6,5 cm", so Antje Lobenstein. „Die letzten Kisten haben wir viele Jahre von der Absatzgenossenschaft Fahner Obst kostenfrei bekommen. Leider ist der Vorrat nun aufgebraucht." Benötigt werden für die Gestaltung aber auch farbiger Quarzsand, der die Wasserflächen in den Minigärten darstellt, Marmorkies in unterschiedlichen Korngrößen, Tongranulat, Spielsand, gern auch Saatgut von Kräutern und einjährigen Sommerblumen möglichst in Zwergform sowie kleine Aussaatschalen oder Kunststoffetiketten. Geldspenden sind ebenso herzlich willkommen.

Das Projekt „Ein Miniaturgarten für die Fensterbank" besteht aus drei Veranstaltungsteilen im Abstand von je drei Wochen. Zum ersten Termin Mitte März werden Kräuter und Sommerblumen zur Bepflanzung der zukünftigen Minigärten ausgesät und die ersten Gartenentwürfe zu Papier gebracht. Jeder gestaltet seinen Garten in den Abmessungen von einem A-3 Blatt selbst und nach seinen eigenen Vorstellungen. Rasenflächen, Blumenbeete, Gemüsebeete, aber auch Kompostplätze, Spielgeräte, Lauben und vor allem Wasserflächen sind Bestandteile der kleinen Gärtchen. Die Aussaaten werden im Schaugewächshaus des Deutschen Gartenbaumuseums gepflegt. „Anfang April werden die Sämlinge pikiert. Jeder Schüler ist für seine eigenen Pflanzen verantwortlich", erklärt Antje Lobenstein. „Im April wird neben der Aussaat eine weitere Methode, Pflanzen zu vermehren, geübt. Wir schneiden Weidensteckhölzer, um diese zu bewurzeln und ganz nebenbei auch Bäume für unsere Minigärtchen zu ziehen. Am schönsten ist es zweifellos Ende April, die selbst gezeichneten Gartenpläne umzusetzen und die eigenen Pflanzen in kleine Obststiegen zu pflanzen, Wege zu modellieren, Wasserflächen anzulegen und das Gärtchen mit nach Hause nehmen zu dürfen, wo der Minigarten die ganze Saison weiter wachsen, Freude und eine kleine Kräuterernte bringen kann."

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.