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Benzin-Rasenmäher: Fast ein Drittel der Deutschen fordert Verbot
Laut einer aktuellen Umfrage von MyHammer, einer Plattform zur Vermittlung von Handwerkern, unterstützen 30% der Befragten ein vollständiges Verbot. Männer und Frauen befürworten die Idee gleichermaßen. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit dieser Haltung weit vorne – nur in Großbritannien sind Benzin-Rasenmäher noch unbeliebter.
Besonders hoch ist die Zustimmung bei den über 55-Jährigen: 31% sind für ein Verbot. Bei den 35- bis 54-Jährigen sind es 29% und bei den 18- bis 34-Jährigen 30%. Auch regional gibt es Unterschiede: In Nordrhein-Westfalen ist der Wunsch nach einem Verbot mit 35% am stärksten ausgeprägt, gefolgt von Niedersachsen mit 32%. Die Befragten in Baden-Württemberg bilden mit 27 % das Schlusslicht der Umfrage.
Weitere Ergebnisse im Überblick
- Hessen: 31% fordern ein Verbot
- Sachsen: 30%
- Bayern: 29%
Die Umfrage knüpft an frühere Erhebungen von MyHammer an, laut denen über ein Fünftel (21%) der Deutschen ein Verbot von Kaminöfen befürworten – während sich sogar 31% gegen Kunstrasen aussprechen. Auch hier sind die ökologischen Folgen ausschlaggebend.
Auch in früheren Umfragen von MyHammer zeigt sich eine klare Tendenz: 21% der Befragten fordern ein Verbot von Kaminöfen, während 31% Kunstrasen ablehnen. Beide Produkte stehen wegen ihrer schlechten Umweltbilanz in der Kritik.
Benzin-Rasenmäher werden vor allem für große Rasenflächen eingesetzt – Schätzungen zufolge sind in Deutschland Millionen dieser Geräte im Einsatz. In den USA kam es bereits zu einem Verbot und große Hersteller wie Honda oder John Deere setzen vermehrt auf elektrische Modelle. Auch hierzulande gibt es Einschränkungen – bislang vor allem aufgrund der Lärmbelastung. Angesichts verschärfter Klimaziele ist aber absehbar, dass weitere Regulierungen nur eine Frage der Zeit sind: Bis 2030 sollen die Emissionen um mindestens 65% sinken, bis 2050 strebt die Bundesregierung Netto-Null-Emissionen an. Benzinbetriebene Gartengeräte stehen diesem Ziel im Weg.
Jacqueline Kaminski, Gartenexpertin bei MyHammer, erklärt: „Benzinmäher sind nach wie vor weit verbreitet. Allerdings sieht es danach aus, dass viele Verbraucher auf Alternativen umsteigen werden. Erste Einschränkungen gibt es bereits, und weitere Verbote werden höchstwahrscheinlich folgen.”
„Für viele Gärtner sind benzinbetriebene Rasenmäher notwendig, insbesondere bei großen Flächen, wo Akkumäher oft an ihre Grenzen stoßen. Häufig schaffen sie es nicht, den gesamten Rasen in einem Durchgang zu mähen. Doch mit dem technischen Fortschritt wächst auch die Zahl derjenigen, die sich von Benzinmähern abwenden und auf umweltfreundlichere Alternativen setzen.

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