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Agroforst-Forschung: Pflanzstart für klimarobuste Gehölze
Ziel ist es, die Eignung trockenheitstoleranter Baumarten für Agroforstsysteme unter Praxisbedingungen zu prüfen.
Die Gehölzstreifen werden in einem Agroforstsystem mit Ackerbau kombiniert. Gepflanzt werden trockenheitstolerante Baumarten, die sowohl im Fruchtertrag als auch für Wertholz vielversprechend sind: Walnuss, Esskastanie und Maulbeere. Die Bäume werden als Einzelbaumpflanzung mit Erdlochbohrer gepflanzt. Pflanzabstände werden zwischen 6 und 12 Metern gewählt, bei einer Ackerstreifenbreite von 27-50 Metern. Damit entsteht eine Struktur, die sich in bestehende Ackerfruchtfolgen integrieren lässt.
In den kommenden drei Jahren werden die Bestände u.a. auf Wachstum, Überlebensrate und Anwuchserfolg untersucht. Bisher gibt es kaum belastbare Erkenntnisse über klimarobuste Gehölze in Agroforstsystemen speziell in trockenen Regionen Deutschlands. Viele frühere Agroforstversuche scheiterten an hohen Ausfallraten oder unzureichender Anpassung der Gehölze an Standortbedingungen.
Dieses Projekt soll zeigen, ob durch gezielte Auswahl der Gehölzsorten der Anwuchs auch unter Trockenstress verbessert werden kann — und ob Agroforst damit eine praxistaugliche Option für trockenheitsanfällige Regionen werden kann. Daneben werden verschiedene Anzuchtverfahren von Baumschulen getestet (wurzelnackte Ware, Containerware, AirPot Ware). Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Empfehlungen für Landwirtinnen und Landwirte zu liefern, wie Agroforst in trockenen Regionen umgesetzt werden kann.
Das Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert Die gepflanzten Flächen sind Öko-Regelung 3-konform angelegt ist, womit zusätzlich eine Förderung in Höhe von 600 Euro je ha Gehölztreifen durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) möglich ist.

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