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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Zwiebeln: Mehrabsatz im Herbst nur durch Großgebinde
Die Einkaufsmengen an Zwiebeln schwanken in Deutschland meist nur wenig. Im September und Oktober stellt man in den vergangenen Jahren bei den Einkaufsmengen aber Abweichungen vom Mittelwert in Höhe von fast 20% fest. Bei genauerer Analyse fällt auf, dass diese Schwankungen ausschließlich durch unterschiedliche Mengen an Zwiebeln in 5 kg-Verpackungen hervorgerufen werden. Die Menge, die in diesen Monaten in kleineren Verpackungen gekauft wird, ist dagegen von Jahr zu Jahr konstant.
Bei einer großen Zwiebelernte können die Packer im Herbst durch die Wahl größerer Gebinde also durchaus mehr Menge am Markt unterbringen. Allerdings geht dies nur zu einem deutlich reduzierten Verbraucherpreis. Dies war eine der Schlussfolgerungen von Sonja Illert auf dem 1. von AMI und RLV gemeinsam veranstalteten Zwiebelforum am 16. - 17. Januar 2014 in Bonn.
Über 80 Teilnehmer konnten die Veranstalter zur Premiere des Zwiebelforums begrüßen. Sie zeigten sich über diesen unerwartet guten Besuch erfreut und werden die Reihe deshalb wie geplant im zweijährigen Rhythmus fortsetzen.
Neben Themen der Vermarktung kamen auch Kulturprobleme zur Sprache. Andy Richardson vom Allium & Brassica Centre in England stellte neue, umweltschonende Verfahren der Unkrautbekämpfung vor. So sind in England Pflanzenschutzgeräte im Einsatz, die die gezielte Applikation von Herbiziden ermöglichen. Kameras erkennen das Unkraut und steuern die Spritzdüse.
Alternativ verwendet man Elektrizität zur Unkrautbekämpfung. Über den optimalen Einsatz von Keimhemmungsmitteln referierte Lubbert van den Brink von der Universität Wageningen (Niederlande). Da diese Mittel den Anbauern in Deutschland erst seit kurzem zur Verfügung stehen, profitierten sie von seinen langjährigen Erfahrungen. Ein zu früher Einsatz der Keimhemmungsmittel kann zu lockeren und hohlen Zwiebeln führen. Im nächsten Jahr wird im Januar von AMI und RLV wieder turnusgemäß ein Möhrenforum veranstaltet. (AMI)

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