Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Verschiebung des Mindestlohns notwendig

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) kritisiert in einem Schreiben an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die politische Anhebung des Mindestlohns. Diese Steigerung führt zu unverhältnismäßigen Belastungen für die produzierenden Betriebe.

Der ZVG fordert von der Politik einen zeitlichen Aufschub bei der Anhebung des Mindestlohns. Bild: GABOT.

Mit der politischen Anhebung des Mindestlohnes geht eine nicht planbare, massive Kostenbelastung der produzierenden Betriebe einher, kritisiert ZVG-Präsident Jürgen Mertz in einem Schreiben an Bundesarbeitsminister Heil und Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir die Pläne der Bundesregierung.

„Da sich diese Kostenbelastung nicht in den Preisverhandlungen mit dem Handel widerspiegeln konnte, müssten unsere Produzenten je nach Anbaukultur bis zu 25% Lohnkostensteigerung allein stemmen“, macht Mertz deutlich. Der ZVG fordert von der Politik einen zeitlichen Aufschub, da sonst viele Betriebe in Liquiditätsprobleme geraten und damit vor kaum lösbaren Herausforderungen stehen. Deswegen sei jetzt ein Handeln der politisch Verantwortlichen gefragt.

Die Betriebe stehen bereits seit Jahren unter enormem Wettbewerbsdruck, gerade auch innerhalb der Europäischen Union. Dazu kommen die erheblich gestiegenen Kosten im Bereich der CO2-Bepreisung, Energie oder auch bei Betriebsmitteln. Gleichzeitig will die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag die regionale deutsche Produktion fördern, erhöht aber durch die kurzfristige und damit nicht einkalkulierbare Anpassung des Mindestlohns noch einmal den Druck auf die heimischen Produzenten.

„Ich möchte betonen, dass es hier nicht um die Diskussion von angemessener Entlohnung geht. Aber dafür gibt es die Mindestlohnkommission. Die politische Anhebung des Mindestlohns bedeutet ein erneutes Eingreifen in die Tarifautonomie und konterkariert die Arbeit der Kommission“, macht Mertz die Position des Gartenbaus deutlich. (ZVG)

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