Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Umweltausschuss mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit

Am 24. und 25. September 2025 tagte der Umweltausschuss des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) unter dem Vorsitz von Eva Kähler-Theuerkauf in Oberhausen und verband seine turnusmäßige Sitzung mit Betriebsbesuchen zum Schwerpunkt Nachhaltigkeit.

Bei den Betriebsbesuchen informierte sich der Umweltausschuss über praxisnahe Maßnahmen zur Nachhaltigkeit – hier in der Gärtnerei Viehweg. Foto: ZVG.

In den Gartenbaubetrieben Welzel, Hanka und Viehweg wurden individuelle Maßnahmen präsentiert. Sie reichten von Torfminderung und vollständigem Torfersatz über effizienten innerbetrieblichen Transport, regenerative Energieversorgung wie Holzhackschnitzel oder Wärmepumpe, bis hin zu innovativen Produkten zur Dachbegrünung.

„Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort, sondern ein Prozess, den wir im Gartenbau aktiv gestalten. Unsere Betriebe zeigen eindrucksvoll, dass ökologisches Denken und wirtschaftliches Handeln Hand in Hand gehen können“, unterstrich Kähler-Theuerkauf.

Die Nachweisbarkeit der Nachhaltigkeit wurde mit Robert Luer vom Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau (ZBG) diskutierte. Er stellte den aktuellen Stand des Projektes „Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit im Gartenbau inklusive Testung eines Bewertungssystems“ vor. Der Ausschuss begrüßt den Ansatz, mahnte aber gleichzeitig ein pragmatisches, aber auch akzeptiertes System an, um künftige Berichtspflichten zu erfüllen und das möglichst alle gartenbaulichen Sparten abdeckt.

Nachhaltigkeit betrifft auch den Bereich Verpackung, zu dem Sven Hoping, Fa. Pöppelmann, aus Sicht eines Kunststoffproduzenten berichtete. Er wies auf die europäische Verpackungsverordnung hin, die am 12. August 2026 vollständig gültig wird. Kritisch sei, dass der Markt für Rezyklate aufgrund der wegbrechenden Recyclingkapazitäten in Europa sehr unter Druck gerät. Im Jahr 2030 würde laut einer Studie eine Rezyklatlücke von bis zu 3,5 Mio. t Post-Consumer-Rezyklaten prognostiziert. Die Verpackungsverordnung schreibe aber vor, dass die Anteile von Rezyklaten in Verpackungen steigen sollen. Für die Gartenbau-Branche sei aber festzustellen, dass Kreislaufwirtschaft schon vorbildlich umgesetzt würde. (ZVG)

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