Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Pocht auf Anpassungen beim Energieeffizienzgesetz

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat seine Forderung zu Änderungen im Energieeffizienzgesetz bekräftigt und seine Stellungnahme im Vorfeld der Befassung im Bundestag und Bundesrat nochmals an die politischen Entscheider versandt.

Der ZVG fordert Änderungen im Energieeffizienzgesetz. Bild: ZVG.

Die neuen Regelungen stellen für viele kleine und mittelständische Betriebe, zu welchen nahezu alle Gartenbaubetriebe in Deutschland gehören, eine erneute zusätzliche erhebliche wirtschaftliche Belastung sowie eine Benachteiligung im europäischen Wettbewerb dar. In einigen Fällen sind sie sogar existenzbedrohend.

Die Kritik richtet sich insbesondere an die künftig geforderte Zertifizierung nach ISO-50001. Sie ist für Gartenbaubetriebe nach Einschätzung des ZVG kein geeignetes Werkzeug für die Verbesserung der Energieeffizienz.

Dies habe auch Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck in einer öffentlichen Diskussionsrunde in Nürnberg am 15. Februar 2024 eingeräumt, erinnert der ZVG. Auf eine diesbezügliche Frage eines Gartenbauunternehmers habe dieser erläutert, dass das Energieeffizienzgesetz auf energieintensive industrielle Unternehmen fokussiere.

Der ZVG weist noch einmal dringlich darauf hin, dass die aktuell vorgesehenen Energieschwellen, die zu einem Energieaudit bzw. zu einem Energiemanagement (EMS) verpflichten, für den Gartenbau sehr kritisch sind. Er spricht sich stattdessen für eine 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben (Energieeffizienzrichtlinie EU 2023/1791 – EED) aus.

Dazu zählt die Anhebung der Energieschwelle für ein Energiemanagementsystem auf den Gesamtenergieverbrauch von derzeit in Deutschland 7,5 GWh auf EU-Norm 23,6 GWh. Außerdem spricht sich der ZVG dafür aus, die Umsetzungsfristen zu übernehmen: für Energieaudit bis zum 11. Oktober 2026, für Energiemanagementsystem ab 23,6 GWh bis zum 11. Oktober 2027. (ZVG)

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