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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ZVG: Özdemir besucht Obstbau
Ihren Fragen stellte sich Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir am 15. Februar 2024 in Jork im Herzen des Alten Landes, dem größten deutschen Obstanbaugebiet.
Immer höhere und teurere Anforderungen an Umwelt- und Sozialstandards ohne eine spürbare Honorierung durch den Markt, erläuterte der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Obstbau, Jens Stechmann, die Zwickmühle: Viele Obstbauern gäben auf, immer weniger Betriebe fänden einen Nachfolger.
Aus Sicht Stechmanns unterstützt die Bundesregierung insbesondere die integriert wirtschaftenden Betriebe zu wenig. Er hält die Förderung des ökologischen Obstbaus für wichtig und berechtigt, aber auch die Leistungen für besonders nachhaltige Produktion der integriert-konventionell wirtschaftenden Kollegen seien zu fördern und entsprechend wertzuschätzen.
Durch die Präferenz für Bioprodukte in der gemeinschaftlichen Außer-Haus-Verpflegung oder auch die vom Bürgerrat Ernährung empfohlene Streichung der Mehrwertsteuer nur für Bio-Obst und Gemüse sieht Stechmann eine Benachteiligung der etwa 87% integriert wirtschaftenden Betriebe. Beide Produktionsrichtungen, Bio und integriert, hätten ihre Berechtigung und beide könnten voneinander lernen. Aber einen Bioapfel dem Verbraucher als besser und gesünder darzustellen, dafür gebe es ideologiefrei keine wissenschaftliche Grundlage.
Stechmann forderte eine spürbare Unterstützung des deutschen Obstbaus auch bei der Integrierten Produktion. Dringenden Handlungsbedarf sieht er weiterhin bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und Ausnahmeregelungen bei der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften. Auch die Förderung von Risikoversicherungen, wie sie in allen Nachbarstaaten üblich ist, sollte deutschen Obstbauern nicht verwehrt werden. (ZVG/Bundesfachgruppe)

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