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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ZVG: Obst und Gemüse darf nicht zu Ramsch verkommen
Anlässlich der Anhörung im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft zum Thema Lebensmittelverschwendung verweisen die Bundesfachgruppengeschäftsführer Laura Lafuente und Joerg Hilbers auf den hohen Stellenwert einer heimischen Produktion und mahnen faire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette an. Somit kann ein wichtiger Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung geleistet werden.
„Die Verbraucher honorieren eine nachhaltige und sozial verantwortliche Produktion von Obst und Gemüse“, betonen Lafuente und Hilbers. Das zeigen nicht zuletzt die gestiegenen Lebensmittelpreise im Zuge der Corona-Pandemie.
Akzeptanz und Wertschätzung sind für alle Handelspartner in der Lebensmittelkette wichtig, so die beiden Geschäftsführer. Obst und Gemüse dürfe nicht zu Billigware verkommen. Lafuente und Hilbers erinnern an die anstehende Umsetzung der Richtlinie zu Unlauteren Handelspraktiken (UTP) in deutsches Recht. Sie bekräftigen außerdem die Forderung der Verbände, problematische Praktiken des Einzelhandels zu unterbinden. Dazu zählen kurzfristige Stornierungen, einseitige rückwirkende Änderungen der Liefervereinbarung oder verspätete Zahlungen für verderbliche Waren nach Ablauf des Lieferzeitraums.
Hintergrund: Der Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft beschäftigte sich gestern in einer Anhörung zum Thema Lebensmittelverschwendung. Grundlage war ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen im Rahmen der nationalen Strategie gegen Lebensmittelverschwendung für alle Stufen der Wertschöpfungskette verbindliche Reduktionsziele sowie Sanktionsmöglichkeiten zu vereinbaren.
Laut Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) stiegen die Verbraucherpreise für Obst und Gemüse im April 2020 gegenüber dem Vorjahr erheblich. Für Obst etwa zahlten die Verbraucher demnach 11% mehr, für Gemüse waren es 6,5%. Im Mai 2020 lag die Teuerungsrate für Obst bei 10,5%, bei Gemüse waren es 2,7%. (ZVG)

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