Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Mahnt Umsetzung des Koalitionsvertrags an

Angesicht des gestrigen Kabinettsbeschlusses zum Klimaschutzprogramm 2026 erinnert der Zentralverband Gartenbau (ZVG) erneut an die CO2-Preisbelastung im energieintensiven Unterglas-Gartenbau und mahnt die Umsetzung des Koalitionsvertrages zum Emissionshandel an.

Der Zentralverband Gartenbau mahnt Umsetzung des Koalitionsvertrags an.

Das Klimaschutzprogramm enthält 67 Maßnahmen, die dazu führen sollen, dass im Jahr 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich eingespart werden. Für alle neuen Maßnahmen sollen insgesamt zusätzlich acht Milliarden Euro bereitgestellt werden.

„Klimaschutz ist zweifellos ein wichtiges und berechtigtes Anliegen. Gleichzeitig muss jedoch gewährleistet sein, dass Unternehmen wirtschaftlich überlebensfähig bleiben. Insbesondere im Unterglasanbau führen die CO2-Kosten inzwischen zu einer erheblichen Belastung, die die Betriebe in ihrer Existenz gefährden", betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer.

In Deutschland existiert seit 2021 ein nationaler Emissionshandel, der ab 2028 in den Europäischen Emissionshandel (ETS 2) überführt werden wird. Landwirtschaft und Gartenbau werden durch den nationalen Emissionshandel bereits jetzt enorm mit der CO2-Bepreisung belastet - die nationale CO2-Abgabe liegt aktuell bei 55-65 Euro je Tonne CO2. Mit Einführung des neuen Emissionshandelssystems ETS 2 ab 2028 würden diese Kosten nochmals explodieren. Die versprochene Unterstützung zur Vermeidung von Carbon-Leakage funktioniert für die Branche nicht. Seit 2022 liegen Anträge zur Anerkennung der Beihilfeberechtigung für den energieintensiven Unterglas-Gartenbau vor. Sie sind bis heute noch nicht abschließend anerkannt.

Die Koalitionspartner schienen das Problem erkannt zu haben und hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, bei der Umsetzung der EU-Verordnung, vom Opt-In für die freiwillige nationale Einbeziehung der Brennstoffe, die in der Landwirtschaft genutzt werden, keinen Gebrauch zu machen. Dafür müsste das Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG) geändert werden. Passiert ist das aber bislang nicht. Um den Gartenbau tatsächlich zu entlasten, muss auch der nationale Brennstoffemissionshandel (BEHG) beendet werden. Hier bedarf es nun einer zügigen Umsetzung.

Der ZVG begrüßt hingegen die angestrebten 1.000 zusätzlichen jährlichen Projekte im Bereich „Alternative Antriebe" im Bundesenergieeffizienzprogramm. Dazu werden zusätzliche Finanzmittel benötigt. Vorschläge dazu wurden auch im Rahmen des Maßnahmenpakets Zukunft Gartenbau konkret erarbeitet. (ZVG)

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