Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Lehnt Pläne zur Reduzierung von Ausbildungsberufen entschieden ab

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) weist die Initiative des Freistaates Sachsen zur Reduzierung der anerkannten Ausbildungsberufe in der dualen Ausbildung entschieden zurück.

Der ZVG lehnt die Pläne zur Reduzierung von Ausbildungsberufen entschieden ab. Bild: GABOT.

Die vorgeschlagene Entwicklung sogenannter „Kernberufe“ würde aus Sicht des ZVG zu einer problematischen Entspezialisierung führen und die fachliche Vielfalt sowie die hohe Qualifikation in den grünen Berufen erheblich schwächen.

„Unsere Ausbildungsberufe leben von ihrer Fachlichkeit und ihrer Nähe zur betrieblichen Praxis. Eine künstliche Zusammenlegung würde weder den Anforderungen der Betriebe noch den Erwartungen der Auszubildenden gerecht“, erklärt ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf.

Besonders kritisch bewertet der ZVG die Argumentation, spezialisierte Ausbildungsberufe hätten keinen ausreichenden Wiedererkennungswert mehr. Diese Einschätzung sei aus Sicht des Gartenbaus nicht nachvollziehbar. Gerade klar definierte und fachlich profilierte Berufsbilder seien für viele junge Menschen attraktiv und ermöglichten eine gezielte berufliche Orientierung.

Zudem sieht der ZVG die bewährte Sozialpartnerschaft in der beruflichen Bildung gefährdet. Die vorgeschlagene stärkere Steuerung der Berufsstruktur greife in die bisherige gemeinsame Verantwortung von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretungen bei der Neuordnung von Ausbildungsberufen ein. Das bewährte bedarfsorientierte Verfahren dürfe nicht zugunsten pauschaler Vereinfachungsbestrebungen ausgehöhlt werden.

Statt Ausbildungsberufe zusammenzustreichen, müsse an den tatsächlichen Herausforderungen gearbeitet werden. Aus Sicht des ZVG besteht insbesondere bei der Organisation der Berufsschulbeschulung erheblicher Verbesserungsbedarf. „Nicht die Vielfalt der Berufe ist das Problem, sondern vielfach die Zersplitterung der Beschulung und fehlende standortübergreifende Lösungen“, betont Kähler-Theuerkauf. Hier seien Länder und Schulträger gefordert, moderne und praktikable Konzepte für eine qualitativ hochwertige berufliche Bildung zu entwickeln.

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