Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Lehnt pauschale Verbote für Pflanzenschutz ab

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) zeigt sich enttäuscht über das gestern vom Bundeskabinett beschlossene Aktionsprogramm Insektenschutz.

Das Aktionsprogramm Insektenschutz enttäuscht laut ZVG in den vielen Punkten. Bild: ZVG.

Der ZVG kritisiert beim Aktionsprogramm Insektenschutz insbesondere die pauschale Ablehnung von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten und warnt vor einer Abwanderung der Produktion.

„Pflanzenschutzmittel sind nicht die alleinigen Treiber für den Insektenrückgang“, betont ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Dementsprechend ist das Verbot auch nicht das Allheilmittel. Stattdessen braucht es ein Zusammenspiel unterschiedlicher Maßnahmen, um dem Insektenrückgang zu begegnen.

„Dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Biodiversität zu erhalten und zu fördern, steht außer Frage“, unterstreicht Mertz. Es braucht aber ein sinnvolles Zusammenspiel an Maßnahmen.

Notwendig ist es zudem, den integrierten Pflanzenschutz weiterzuentwickeln, mit dessen Kombination aus biologischen, pflanzenzüchterischen sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel möglichst gering gehalten werden soll.

Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen im Obstbau zeigen zudem bereits jetzt, wie hoch die Biodiversität bei konventioneller Bewirtschaftung ist.

Die Ausweisung von sogenannten Refugialflächen lehnt der ZVG weiterhin ab. Die Benennung von Rückzugsflächen als Ausgleich für biodiversitätsschädigende Herbizide und Insektizide sieht der Zentralverband als nicht zielführend an, zumal bereits im Zulassungsprozess solche Auswirkungen geprüft und die Anwender beim Einsatz nach guter fachlicher Praxis diesen Grundvoraussetzungen gerecht werden.

Letztlich warnt Mertz vor einem Strukturbruch im deutschen Gartenbau und einer Verlagerung der Produktion von Obst, Gemüse, Zierpflanzen und Gehölzen ins europäische oder nichteuropäische Ausland, wo geringere Anforderungen gelten. Letztlich werden damit Produkte importiert und Umweltprobleme exportiert.

Als positive Maßnahme werden dagegen die Pläne zu einer bundesweiten Kampagne „Insektenfreundliche Privatgärten“ gewertet. Hier unterstützt der Zentralverband gerne mit seiner Expertise und seinen Produkten. (ZVG)

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