Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Kritik an Abwicklung des IGZ-Standortes Erfurt

Am 24. Juni hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern das Aus für den Standort Erfurt des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau Erfurt/ Großbeeren beschlossen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) kritisiert die Entscheidung als nicht nachvollziehbar.

„Die Argumente, die der Senat der Leibniz-Gemeinschaft und dem Bundesforschungsministerium in den vergangenen Monaten vorgebracht haben, sind für uns aber in keiner Weise nachvollziehbar. Aus der Evaluation des Instituts lassen sie sich jedenfalls nicht ablesen“, kommentiert der ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK). Mit der Entscheidung zur Abwicklung des IGZ-Standortes Erfurt erleidet die Gartenbauforschung einmal mehr einen Aderlass, der mittlerweile an die Substanz geht. Hier werde, so Fleischer weiter, ohne Not ein Forschungsinstitut zerschlagen, welches für die anwendungsorientierte Zierpflanzen- und die Gemüsebauforschung einzigartig und von herausragender Bedeutung sei.

Gerade die kleinen und mittelständischen, familiengeführten Gartenbaubetriebe ohne eigene Forschung sind auf den Transfer von Innovationen aus der Wissenschaft in die Praxis angewiesen. Nur so können sie dem immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck standhalten. In vielen Forschungskooperationen hat das IGZ Erfurt, z. B. bei Fragen der Pflanzenvermehrung und -züchtung, wesentlich zum Know-how-Transfer in die Praxis beigetragen.

„Der Berufsstand erwartet jetzt, dass das Land Brandenburg den Gemüsebaustandort in Großbeeren weiterhin unterstützt und an dessen Zukunftssicherung mitarbeitet. Darüber hinaus fordern wir, dass sich das Land Thüringen und das Bundeslandwirtschaftsministerium auf eine Lösung für den Erhalt des IGZ-Erfurt außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft einigen“, erklärt Fleischer abschließend. „Das ist nicht nur für die Zierpflanzenforschung in Deutschland wichtig, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Erfurt, von deren Arbeit wir überzeugt sind." (ZVG)

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