Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Handlungsspielraum für die gärtnerischen Unternehmer angemahnt

ZVG-Präsident Mertz sprch über den Herausforderungen des Gartenbaus bei seiner Festrede auf dem Deutschen Gartenbautag am 6. September 2019 in Heilbronn.

Jürgen Mertz bei der Festveranstaltung des Deutschen Gartenbautages 2019 auf der BUGA Heilbronn. Bild: ZVG/ Batriks Film Fotografie.

Der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) Jürgen Mertz hat die Bereitschaft der Branche hervorgehoben, Zukunftsfragen anzugehen und sich den gesellschaftlichen Diskussionen und Herausforderungen zu stellen. Bei seiner Festrede auf dem Deutschen Gartenbautag am 6. September 2019 in Heilbronn verwies er gleichzeitig auf die notwendigen Handlungsspielräume der Betriebe, um die nötigen Investitionen und Anpassungen auch tatsächlich zu tätigen.

Hohe bürokratische Auflagen würden die Betriebe aber ausbremsen und schlimmstenfalls den derzeitigen Strukturwandel nochmals beschleunigen. Vorgaben des Handels, die weit über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen, und ad hoc-Entscheidungen aus der Politik, die die benötigte Planungssicherheit zunichtemachen, sind problematisch.

Kritisch sieht der ZVG den vom Bundeskabinett beschlossenen Aktionsplan Insektenschutz und die diskutierte CO2-Bepreisung. Ohne ausreichende Entlastungsmaßnahmen oder anderweitige Unterstützung droht der Branche durch massive Veränderungen und unverhältnissmäßig hohe Belastungen.

Planungssicherheit ist bspw. auch beim Bundesprogramm Energieeffizienz nötig. Der Verband fordert seit Jahren eine Verstetigung für dieses erfolgreiche Instrument, das nachweislich Anreize zu CO2-sparendenen Investitionen schafft. Angesicht der intensiven Diskussion um Klimaschutz und CO2-Einsparungen ist es absolut unverständlich, dass diese Verstetigung überhaupt zur Disposition steht, so Mertz. Vielmehr sollten das Programm in die Klimaeffizienzmaßnahmen integriert werden. Praktikable Lösungen mahnt der Verbandspräsident auch beim Pflanzenpass an. Nicht nur die Betriebe, auch die Länderbehörden stehen hier vor einer Mammutaufgabe.

Der deutsche Gartenbau liefert Obst und Gemüse mit kurzen Transportwegen, bindet CO2 in Pflanzen und Gehölzen und trägt zu lebenswerten Städten bei, betonte Mertz und warb für weitere konstruktive Gespräche mit den poltischen Entscheidern.

Die weiteren Redner waren der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und Heilbronns Erster Bürgermeister Martin Diepge. (ZVG)

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