Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Gespräch mit dem BMEL

Über die breite Themenpalette des Gartenbaus sprachen der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Dr. Rainer Gießübel vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Gespräch mit dem ZVG.

Die wichtigsten Kritikpunkte bei den anstehenden Neuregelungen bei Kilmaschutz, Düngung, Pflanzenschutz und Pflanzenpass konnte der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) beim Gespräch mit MinDirg Dr. Rainer Gießübel vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) anbringen.

Im Rahmen der ZVG-Vorstandsitzung am 26. Juni 2019 äußerte der Verband erneut sein Bedauern darüber, dass bei der geplanten Nachjustierung der Düngeverordnung die Belange des Gemüsebaus kaum berücksichtigt wurden. Insbesondere die Abkehr von der bedarfsgerechten Düngung und dem Vorschlag, die zulässige Düngung in roten Gebieten pauschal unter den Bedarf abzusenken, wird kritisch gesehen. Dadurch, dass die Unterdüngung im Betriebsdurchschnitt erreicht werden solle, müssten die dortigen Betriebe bei ihren übrigen Kulturen ausgeprägte Mangelsymptome in Kauf nehmen, um die handelsüblichen Anforderungen bei den betriebswirtschaftlich wichtigen Kulturen zu erreichen.

Mit In-Kraft-Treten der EU-Pflanzengesundheitsverordnung am 14. Dezember 2019 wird der Gartenbau vor viele neue Herausforderungen gestellt. Insbesondere die Ausweitung der Pflanzenpasspflicht sorgt in der Branche für Unruhe, ist es doch den Betrieben noch immer nicht möglich, eine neue Registrierungsnummer bei den Pflanzenschutzdiensten zu beantragen. Der ZVG begrüßt im Gespräch mit Gießübel ausdrücklich, dass es in Deutschland einen länderübergreifenden, einheitlichen Antrag geben soll. Bislang steht dieser aber, trotz vieler Ankündigungen, noch immer nicht zur Verfügung. Zudem fordert der Vorstand des ZVG, dass bei der Auslegung der Rechtsvorschriften keine weiteren administrativen Hürden, wie z.B. bei der Erfüllung der Informationspflichten, aufgebaut werden. Gießübel hob den Gartenbau als leistungsfähige Branche hervor. Auch künftig wird man im Gespräch miteinander bleiben. (ZVG)

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