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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ZVG: Gärtner managen Biosysteme
Mit der symbolischen Übergabe des Zuwendungsbescheides durch Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) und Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft Dr. Klaus Sühl (TMIL) erfolgte der offizielle Start für die Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen (FGK) in Erfurt. Am 7. Februar 2019 nahm Prof. Dr. Volker Zerbe, Rektor der Fachhochschule Erfurt den Bescheid entgegen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt den Erhalt der Zierpflanzenbauforschung am Standort Erfurt für die nächsten fünf Jahre mit Perspektive auf weitere fünf Jahre.
Das gemeinsame Projekt des Bundes mit dem Land Thüringen ist einzigartig in Deutschland. Die neue Forschungseinrichtung befasst sich mit der Züchtung von Zierpflanzen und stellt eine große Chance für den deutschen Gartenbau dar. Minister Tiefensee betonte in seinem Grußwort, dass mit der symbolischen Übergabe nicht nur der Neuanfang markiert werden solle, sondern darüber hinaus die Bereitschaft seines Hauses belege, auch in Zukunft hinter diesem Projekt zu stehen. Staatssekretär Sühl erinnerte daran, dass mit der Entscheidung der Leibniz-Gemeinschaft der Standort der Zierpflanzenzüchtung in Erfurt eigentlich tot gewesen sei. Nur in einem Kraftakt mit vielen Aktiven sei das eigentlich Unmögliche möglich geworden. Insbesondere hob er das Engagement des Zentralverbandes Gartenbau e. V. hervor, der sich in unzähligen Gesprächen mit der Politik für den Erhalt des Standortes stark gemacht und die Bedeutung für die Branche deutlich gemacht habe.
Prof. Dr. Philipp Franken und Prof. Dr. Annette Hohe stellten darüber hinaus die Arbeit der neuen Forschungsarbeit vor. „Molekulargenetische Grundlagen für die Pflanzenzüchtung“, „Steuerung von Entwicklung und Wachstum in gartenbaulichen Kulturen“, “Epigenetische Prozesse in der Pflanzenvermehrung“ und „Pflanzen und Mikroorganismen – Wechselwirkungen im nachhaltigen Anbau“ bilden die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen für die nächsten fünf Jahre.
In der neuen Forschungsstelle arbeiten Wissenschaftler der Schiller Universität Jena mit Wissenschaftlern aus Erfurt zusammen. Die Forscher haben den Anspruch, der gartenbaulichen Praxis neue Methoden und Wege zu eröffnen. Durch enge Kooperationen mit den mittelständischen Betrieben der Pflanzenzüchtung sollen in Deutschland und Europa praxisrelevante Fragestellungen wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Die Branche wird so beim Management der Biosysteme unterstützt.

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