Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Gärtner gestalten Lösungen mit

"Klimaschutz geht nur mit Akzeptanz", sagt der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG).

Der Gartenbau liefert heimische Produkte und grüne Bausteine für lebenswerte Städte und Kommunen. Bild: GABOT.

Der Gartenbau muss in der laufenden Diskussion zu Klima- und Umweltschutz dringend gehört werden. Anlässlich der Sondersitzung des Aktionsbündnis Klimaschutz zum Klimaschutzprogramm 2030 betonte der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) nochmals, dass er nicht nur Betroffener von Klimaveränderungen und Umweltproblemen, sondern auch Teil der Lösung sei.

„Letztlich müssen die Gärtner vor Ort die Programme umsetzen und die Veränderungen gestalten“, betonte ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Es nützt nichts, wenn die Betriebe durch nicht umsetzbare Auflagen aufgeben, um dann Produkte aus Ländern zu importieren, wo man keinen Einfluss auf die dortigen Produktionsbedingungen habe.

Die Zielkonflikte bei Klima- und Naturschutz sowie effizientem nachhaltigen Ressourceneinsatz müssen klar benannt und gelöst werden. Für den vor uns liegenden Aufgabenkomplex gibt es keine einfache große Lösung, so Fleischer. Wir brauchen ein Maßnahmenpaket, das aufeinander abgestimmt sein muss. Die im Klimaschutzgesetz von der Bundesregierung beschlossene CO2-Bepreisung beispielsweise wird die Gartenbauunternehmen vor große Herausforderungen stellen. Die Betriebe brauchen substanzielle Kompensationsmaßnahmen und Anreize für Investitionen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern Ohne genügend Mittelausstattung ist selbst die Erfolgsgeschichte des Bundesprogrammes Energieeffizienz gefährdet.

Weitere Herausforderungen ergeben sich durch neue Regulierungen bei der Düngung aber auch durch die seit Jahren anhaltende Misere im Pflanzschutzbereich. Der Gartenbau liefert die gewünschten heimischen Produkte und grünen Bausteine für lebenswerte Städte und Kommunen. Um vermarktungsfähige Produkte zu erzeugen, müssen den Betrieben neben mechanischen, biologischen und züchterischen Maßnahmen letztlich auch chemische Wirkstoffe zur Verfügung stehen. Notwendig ist es, den integrierten Pflanzenschutz weiterzuentwickeln und mit einer Kombination aus biologischen, pflanzenzüchterischen sowie anbau- und kulturtechnischen Maßnahmen, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel möglichst gering zu halten. (ZVG)

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