Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZVG: Einsatz für den Gartenbau

In den kommenden Monaten der Energiekrise wird der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in seiner fachlichen und politischen Arbeit alles daransetzen, dass die gärtnerischen Betriebe bestmöglich durch den Winter kommen. Das hat ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer in seiner Rede bei der internen Mitgliederversammlung des ZVG am 16. September 2022 in Erfurt deutlich gemacht.

Rede des ZVG-Generalsekretärs zum Deutschen Gartenbautag. Foto: ZVG.

Fleischer verwies auf die zahlreichen formellen und informellen Gespräche mit Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene insbesondere seit Februar 2020, in denen man sich für die Berücksichtigung des Gartenbaus – zunächst bei einer drohenden Gasmangellage, später in den Entlastungspaketen – massiv eingesetzt habe. Dabei zeige sich einmal mehr, dass die kleine und mittelständische Wirtschaft wie der Gartenbau oftmals zu kurz komme, so Fleischer.

Massiv steigende Energiepreise seien aber nicht erst seit dem Ukrainekrieg eine enorme Belastung für die Unternehmen, betont der ZVG-Generalsekretär. Vielmehr stelle die CO2-Bepreisung seit 2021 für viele energieintensive Gartenbaubetriebe einen tiefen Einschnitt im Unternehmensergebnis dar. Der ZVG habe erreicht, dass die Gartenbau-Sektoren Zierpflanze, Gemüse und Pilze in die Liste der energieintensiven Sektoren aufgenommen werden. Allerdings habe sich das dafür nötige Antragsverfahren als hochbürokatisch sowie zeit- und kostenintensiv herausgestellt.

Fleischer verwies zudem auf die weiterhin dramatische Situation beim Pflanzenschutz. Die Branche benötige dringend eine deutlich schnellere Zulassung. Deshalb habe der ZVG dem Bundeslandwirtschaftsministerium und der Zulassungsbehörde Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen detaillierten Vorschlag vorgelegt, um den Zulassungsprozess zu beschleunigen. Gleichzeitig werde das Verbundvorhaben Lückenindikationen fortgesetzt, um die Zulassungssituation ein wenig zu verbessern. Die finanzielle Unterstützung der Fachverbände und Fachgruppen sei ein gutes Beispiel für die Hilfe zur Selbsthilfe im Gartenbau.

Mit Blick auf die Zukunft verwies Fleischer auf den anhaltenden Fachkräftebedarf der Branche. Die Neuordnung der Ausbildungsordnung, die vom ZVG-Ausbildungsreferat für den gesamten Gartenbau organisiert und koordiniert werde, müsse hier als große Chance genutzt werden. Der ZVG-Generalsekretär zeigte nochmals die Möglichkeiten für eine zusätzliche Fachrichtung für den gärtnerischen Endverkauf auf. Ziel sei es, mehr qualifiziertes Personal für Einzelhandelsgärtnereien und Gartencenter auszubilden, die perfekte Pflanzenkenntnis und Verkaufswissen vereine. (ZVG)

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