- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- ZVG: Bundeshaushalt 2026 liefert zu weni...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ZVG: Bundeshaushalt 2026 liefert zu wenig Perspektiven
„Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen – sei es durch zunehmende Extremwetterlagen, fehlenden Pflanzenschutz oder steigende Energiekosten – brauchen gärtnerische Betriebe klare und verlässliche Rahmenbedingungen“, betont ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf. „Der Haushaltsentwurf 2026 lässt diese Perspektive vermissen. Die Ankündigungen im Koalitionsvertrag waren für die Wirtschaft und speziell auch für den Gartenbau vielversprechend. Dem müssen Taten folgen“, unterstreicht Kähler-Theuerkauf.
Nach aktuellem Stand soll das Budget des Bundeslandwirtschaftsministeriums 2026 leicht steigen. Allerdings sind in wichtigen Bereichen des Gartenbaus Kürzungen oder Stagnation zu beobachten. So werden die Zuschüsse zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung, nach dem aktuellen Haushaltsplan 2026, wieder auf 100 Mio. Euro abgesenkt. Dies hätte gerade zum Ausgleich der hohen Lohnkosten beigetragen. Eine Reduzierung konterkariert die Aussagen, gärtnerische Betriebe bei der Fachkräftesicherung und Beschäftigung zu unterstützen.
Enttäuschend ist zudem, dass die Stromsteuer für gewerbliche Gartenbaubetriebe weiterhin nicht abgesenkt werden soll. Eine Reduzierung der Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Mindestmaß wäre auch für diese Betriebe ein schnell wirksamer Schritt gewesen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken.
Die Koalitionspartner hatten außerdem vereinbart, die finanziellen Mittel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) deutlich zu erhöhen. Es sollte eine Förderung der Mehrgefahrenversicherung aus Mitteln der GAK geprüft werden. Umso unverständlicher ist es, dass das GAK-Budget im Bundeshaushalt 2026 dennoch nur auf dem bisherigen Niveau von 2025 verbleiben soll.
Der ZVG mahnt Nachbesserungen des Haushalts im parlamentarischen Verfahren an. Notwendig sei ein klarer politischer Wille, den Gartenbau als Zukunftsbranche zu erkennen und entsprechend zu fördern. Besonders angesichts der ambitionierten Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung müsse der Gartenbau aktiv unterstützt statt ausgebremst werden. (ZVG)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.