Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Zukunftsprogramm Pflanzenschutz: Beirat empfiehlt Fortsetzung

Im September 2024 hat das damalige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Zukunftsprogramm Pflanzenschutz vorgestellt.

Die neue Bundesregierung hat die Finanzierung für das Programm gestrichen. Bild: GABOT.

Der wissenschaftliche Beirat des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz hat dieses in einer Stellungnahme fachlich kommentiert und Empfehlungen für die Politik abgeleitet. Zwei Forschende der Agrarwissenschaften der Universität Göttingen und des Instituts für Zuckerrübenforschung (IfZ) waren daran beteiligt.

Nachdem der Beirat die Stellungnahme dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat übergeben hat, wurde bekannt, dass die neue Bundesregierung die Finanzierung für das Programm gestrichen hat. Der Beirat empfiehlt, das Ziel weiter zu verfolgen, den Einsatz und das Risiko von Pflanzenschutzmitteln deutlich zu reduzieren und dabei einen Ausgleich der Interessen von Landwirtschaft und Naturschutz zu suchen.

Viele aktuelle und relevante Themen des Pflanzenschutzes wurden nach Einschätzung des Beirats jedoch im Zukunftsprogramm unzureichend adressiert und Lösungsansätze nicht verbindlich genug dargestellt. Zu kurz komme außerdem der integrierte Pflanzenschutz, der den Einsatz von Chemie durch die Kombination anderer Verfahren auf das notwendige Maß verringert. „Es fehlen konkrete Angaben zu Alternativen für chemische Verfahren, aber auch für zukunftsweisende agronomische Methoden wie die Diversifizierung der Kulturen, den Erhalt naturnaher Landschaftselemente, die innovative Züchtung resistenter oder toleranter Sorten und die Digitalisierung“, erklären Prof. Dr. Teja Tscharntke aus der Abteilung Agrarökologie und Funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen und Prof. Dr. Anne-Katrin Mahlein vom IfZ.

Der Beirat empfiehlt dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, auf der Basis des Zukunftsprogramms einen politischen Rahmen und finanzielle Mittel für die Forschung, Erprobung und Umsetzung zukunftsweisender Ansätze zur Verringerung von Pflanzenschutzmitteln zu schaffen.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.