Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZKL: Geplante einseitige Belastung kritisiert

In ihrer gestrigen Besprechung mit Bundesminister Cem Özdemir hat die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) geschlossen ein starkes Signal an die Bundesregierung gesendet.

ZKL kritisiert geplante einseitige Belastung von Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau. Bild: GABOT.

Sie fordert erneut eine ernsthafte Befassung der Bundesregierung und des Parlaments mit ihren Empfehlungen sowie die Entwicklung entsprechender Maßnahmen zur künftigen Ausgestaltung eines nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystems. Diese Maßnahmen müssen auch unter erschwerten finanzpolitischen Rahmenbedingungen transformationswirksam gestaltet werden.

Die Mitglieder der ZKL kritisieren daher die überproportionale Belastung der Land- und Forstwirtschaft sowie des Gartenbaus durch die geplante Streichung der Agrardieselbeihilfe sowie der KfZ-Steuerbefreiung. Die jetzt vorgesehenen Kürzungen verursachen Einkommensminderungen, die in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden positiven Umwelteffekten stehen.

Die ZKL hatte sich 2021 in ihrem Abschlussbericht dafür ausgesprochen, dass eine Streichung von umweltschädlichen Subventionen mit der Förderung umweltpositiver Fortschritte verbunden werden muss. Daraus ließe sich beispielsweise ableiten, dass im Gegenzug zu den oben genannten Kürzungen alternative Antriebe und umweltfreundliche Kraftstoffe entsprechend begünstigt werden sollten. Kürzungen sollten so angelegt sein, dass sie im europäischen Rahmen wettbewerbsneutral sind und dass die eingesparten Mittel zur Unterstützung der Transformation direkt zur Verfügung stehen.

Generell sollten Ausgaben mit den stärksten negativen Umwelteffekten zuerst in den Blick genommen werden. Dabei sind alle Ressorts aufgefordert, für die Transformation entsprechende Möglichkeiten in ihren Bereichen zu identifizieren. Die Einsparungen dürfen selbstverständlich nicht zu Lasten des globalen Südens und wichtiger sozialer Fragen gehen.

Die Haushaltsvorschläge der Koalition verfehlen die hier genannten Anforderungen.

Hintergrund

Die Mitglieder der ZKL aus den Bereichen Agrar, Umwelt, Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Verbraucher und Wissenschaft haben in ihrem heutigen Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir auf den im Sommer 2021 erarbeiteten ZKL-Abschlussbericht „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" verwiesen und betont, dass die Empfehlungen in den zurückliegenden Jahren an Aktualität weiter gewonnen haben.

Mehr zur Zukunftskommission Landwirtschaft und ihren Mitgliedern unter: www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/zukunftskommission-landwirtschaft.html

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