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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Zierpflanzenmarkt 2018: Trotz Hitze leicht positiv
Der Witterungsverlauf prägte auch 2018 das Geschehen am Blumen- und Zierpflanzenmarkt. Vor allem die anhaltende Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten dürfte so manchem Garten- und Blumenfreund die Lust am Pflanzenkauf verdorben haben. Die Bewässerung stellte sowohl Gartenbesitzer als auch Produktionsgärtner vor große Herausforderungen. Dennoch wird der Markt leicht wachsen. Dies zeigen die aktuellen Zahlen, die der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) durch die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) jährlich berechnen lässt.
Auf Basis der ersten drei Quartale wird mit einem Umsatzplus von rund 0,5% gegenüber dem Vorjahr gerechnet und von einem Marktvolumen von 8,7 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen) ausgegangen. Das Ergebnis wird wohl ein wenig hinter dem guten Ergebnis aus 2016 zurückbleiben, sollte damit aber das zweitbeste Jahr in der Betrachtung der Marktentwicklung seit 2010 bleiben.
Auch die Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen stiegen im Vorjahresvergleich, so dass für 2018 wohl knapp 105 Euro zusammenkamen. Die Ausgaben für Beet- & Balkonpflanzen stiegen auf rund 22 Euro, gefolgt von denen für Gehölze, die stabil bei gut 17 Euro liegen. Auf blühende Zimmerpflanzen entfielen 13 Euro, auf grüne gut 5 Euro je Einwohner. Stauden konnten erneut zulegen, wobei die 6-Euro-Marke hier erstmals überschritten wurde. Auf Blumenzwiebeln und Kräuter entfielen je rund 3 Euro der Pro-Kopf-Ausgaben. Nach Segmenten betrachtet, blieben ausschließlich Schnittblumen sowohl beim Marktvolumen als auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben hinter dem Vorjahr zurück. Allerdings bleiben sie mit Ausgaben von rund 35 Euro pro Kopf weiterhin das bedeutendste Einzelsegment am Markt.
Das erwartete Plus des Gesamtmarktes von 0,5% wurde also eindeutig aus den Topf- und Gartenpflanzensegmenten getrieben. Das Minus bei Schnittblumen wird durch die guten Entwicklungen in diesen Bereichen kompensiert. Mit einem Minus von 1,5% wird das Marktvolumen knapp unter 3 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen) liegen. Gerade der Schnittblumenmarkt hatte 2018 unter der extremen Witterung zu leiden. In der ganz heißen Zeit drängten neben den Importen gleichzeitig aufblühende Sätze aus der heimischen Produktion auf den Markt, was kurzzeitig zu einem enormen Überangebot führte. Die Verbraucher übten sich derweil in Kaufzurückhaltung. Bei Topfpflanzen konnten vor allem die kleinen Segmente 2018 punkten. Mit einem Wachstum von 7,5% toppten Stauden die Entwicklungen aller anderen Marktsegmente und erreichten ein Volumen von gut 0,5 Mrd. Euro. Blumenzwiebeln wuchsen um 5,7% auf knapp 0,3 Mrd. Euro. Auch grüne Zimmerpflanzen entwickelten sich mit einem Plus von 3,7% stark, womit sich ihr Marktvolumen auf gut 0,4 Mrd. Euro erhöhte. Kräuter wuchsen moderat um 1% weiter, während Beet- & Balkonpflanzen mit einem Plus von 0,8% besser performten als in den Hitzemonaten befürchtet. Kräuter erreichten so ein Volumen von gut 0,2 Mrd. Euro, Beet- & Balkonpflanzen rund 1,8 Mrd. Euro. Blühende Zimmerpflanzen blieben mit einer Steigerungsrate von 0,4% hinter dem durchschnittlichen Gesamtmarktwachstum zurück und erreichten ein Volumen von knapp 1,1 Mrd. Euro. Gehölze konnten ihr Ergebnis mit gut 1,4 Mrd. Euro stabil halten. Hier wird für 2019 mit Marktimpulsen gerechnet, die auf nötige Ersatzpflanzungen zurückzuführen sind. (ZVG)

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