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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Zierpflanzen: Absatzhoch, aber Betriebskosten explodieren
Der deutsche Markt für Blumen und Zierpflanzen durchbrach 2021 die 10-Milliarden-Euro-Grenze. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) wuchs das Marktvolumen um 9,6% auf 10,3 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen) an. Verstärkt durch die unterschiedlichen Lockdown-Regelungen in den Bundesländern nahm die lange bekannte Verlagerung in Richtung Systemhandel rasant zu.
„Den Absatzsteigerungen stehen inzwischen allerdings die extrem angestiegenen Kosten entgegen“, gibt Frank Werner, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), zu bedenken.
Betriebsmittel und Arbeitskräfte sind teuer, knapp und oft nicht zum gewünschten Zeitpunkt verfügbar. Insbesondere die dynamische Entwicklung der CO2-Bepreisung wirkt im Umstellungsprozess als Katalysator für die Unternehmen. Die Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, aber auch höhere Preise beim Zukauf schlugen bereits zu Buche. Inhaber wie Mitarbeiter kamen mit der Arbeitsbelastung mancherorts regelrecht an die Grenzen.
Die Gartenpflanzen konnten ihr Vorjahresergebnis um 8% auf 5,0 Mrd. Euro steigern. Damit wurden von jedem Einwohner Deutschlands 60 Euro für Beet- & Balkonpflanzen, Stauden, Kräuter, Gehölze und Blumenzwiebeln ausgegeben. Mit einem Plus von 13% zu 2020 performten Stauden am positivsten. Sie erreichten ein Marktvolumen von gut 0,7 Mrd. Euro. Das größte Einzelsegment innerhalb der Gartenpflanzen, die Beet- & Balkonpflanzen, konnten ihr Vorjahresergebnis um 9% toppen. So erreichten sie ein Marktvolumen von rund 2,1 Mrd. Euro, was Pro-Kopf-Ausgaben von 20 Euro entspricht. Gehölze, Kräuter und Blumenzwiebeln konnten ihre Ergebnisse jeweils um rund 5% steigern. Die Märkte erreichten Volumina von knapp 1,6 Mrd. Euro für Gehölze und jeweils knapp 0,3 Mrd. Euro für Kräuter und Blumenzwiebeln.
Für Zimmerpflanzen gab jeder Einwohner Deutschlands im Jahr 2021 durchschnittlich 20 Euro aus, was zu einem Marktvolumen von knapp 1,7 Mrd. Euro führte. Im Vorjahresvergleich toppten die blühenden Zimmerpflanzen ihr Ergebnis zum Vorjahr um gut 4% auf 1,1 Mrd. Euro. Die grünen Zimmerpflanzen erreichten mit einer Wachstumsrate von 15% den deutlichsten Sprung innerhalb des Gesamtmarktes. Es bleibt abzuwarten, ob die so erreichten 0,6 Mrd. Euro pandemie- und trendbedingt weiter steigen werden.
Der Schnittblumenmarkt, das nach wie vor größte Marktsegment, toppte sein Vorjahresergebnis abermals und kam auf ein Marktvolumen von rund 3,6 Mrd. Euro. Im Vorjahresvergleich stiegen die Ausgaben für Schnittblumen um knapp 13%. Die Importe nach Deutschland stiegen teils kräftig. Die Pro-Kopf-Ausgaben erhöhten sich auf 44 Euro. (BVZ/ZVG)

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