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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
ZG Raiffeisen-Gruppe: Zieht Bilanz
„Wir sind auf einem guten Weg“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Ewald Glaser die Zahlen, die am 18. Juni bei der Bilanz-Pressekonferenz im Raiffeisenhaus in Karlsruhe vorgestellt wurden.
Zuversichtlich stimmt ihn dabei unter anderem die Aus- und Weiterbildungskultur in der Unternehmensgruppe. Die ZG Raiffeisen wurde im Arbeitgeber-Ranking des Magazins Focus in der Kategorie Handelsunternehmen in Deutschland auf Platz 13 geführt. Auch der Mitgliederzuspruch scheint ungebrochen: Die Anzahl stieg 2017 um 57 Mitglieder auf nun 4795.
Beratungsleistungen für Landwirte immer wichtiger
Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen seien alle Geschäftsbereiche der ZG Raiffeisen in puncto strategische Weichenstellung stark gefordert, so der Vorstandsvorsitzende. Besonders gelte das für den Geschäftsbereich Pflanzliche Produktion, der nach einem Rückgang von 8% im Jahr 2016 erneut ein Umsatzminus von 4,5% hinnehmen musste. Alle anderen Agrar- oder agrarnahen Geschäftsbereiche der Karlsruher Unternehmensgruppe blicken auf eine positive Umsatzentwicklung zurück.
Der Rückgang sei nur teilweise auf den Frosteinbruch im April 2017 zurückzuführen, wie Glaser erläuterte: „Während unser Agrar-Expertenwissen angesichts ständig wechselnder Mittelzulassungen und Verordnungen für die Landwirte immer wichtiger wird, lässt sich mit Betriebsmitteln bei dem aktuell sehr hohen Margendruck zu wenig verdienen.“
Regionale Produkte sind gefragt
Im Verbrauchergeschäft behauptet sich die ZG Raiffeisen-Gruppe weiterhin ordentlich. Ein Umsatzplus von 3,5% auf 94 Mio. EUR bei den Haus- und Gartenmärkten bestätigt die Entscheidung, soweit wie nur irgend möglich Produkte aus der Region anzubieten. „Besonders bei den Lebensmitteln spüren wir den darin begründeten Verbraucherzuspruch“, so Glaser.
Dank eines harten Konsolidierungskurses und strategischer Neuausrichtung hat auch die ZG Raiffeisen Energie wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit gut 300 Mio. EUR Umsatz lieferte sie einen soliden Beitrag zum Jahresergebnis 2017 und ist unter einer neuen Geschäftsführung auch 2018 positiv gestartet.
In der hart umkämpften Baustoff-Branche müssen die Raiffeisen Baucenter - wie viele andere Unternehmen deutschlandweit - mit spürbaren Personalengpässe im Lager- und Fuhrparkbereich zurechtkommen. „Dank zahlreicher bereits vor zwei Jahren eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen entwickeln wir uns aber auch hier wieder positiv“, sagte Glaser.
Strategische Kooperationen und Digitalisierung
Strategisch setzt die ZG Raiffeisen-Gruppe 2018 verstärkt auf Kooperationen sowie die gezielte Weiterentwicklung von ausgewählten Standorten und zukunftsfähigen Geschäftsfeldern. Zusammen mit der Raiffeisen Waren-Genossenschaft Kassel erfolgte die Gründung einer Einkaufsgesellschaft für Betriebsmittel, beide Häuser haben auch die IT-Betreuung in die Hände einer gemeinsamen Gesellschaft gelegt.
Als erfolgsversprechend bezeichnete Glaser auch die Entwicklung der erst ein Jahr alten ZG Raiffeisen Landwirtschaft 4.0 Digital GmbH. Aktuell laufen auf einem Versuchsbetrieb in Karlsruhe mehrere Projekte mit Anbaugeräten, die die Bewirtschaftung mittels Datenübertragung und Sensortechnik nachhaltiger und effizienter gestalten sollen. (Quelle: ZG Raiffeisen-Gruppe)

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