Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ZdL: Fordert zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswirtschaft

Klimawandel, Nachhaltigkeit, Flächenknappheit, Digitalisierung und Datenintegration sowie gesellschaftliche Anforderungen müssen gemeistert werden.

Zukunftsfähige Technologien im Gemüsebau. Bild: GABOT.

Die Herausforderungen für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft werden weiterwachsen: Klimawandel, Nachhaltigkeit, Flächenknappheit, Digitalisierung und Datenintegration sowie nicht zuletzt veränderte gesellschaftliche Anforderungen müssen gemeistert werden. Um diesen zukünftigen Herausforderungen weiterhin gerecht zu werden, fordert der Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft (ZdL) eine leistungsfähige und wissensbasierte Agrar- und Ernährungsforschung mit einer stärker interdisziplinären, praxisorientierten und internationalen Ausrichtung. Diese Anforderungen und Lösungsansätze aus Sicht der Agrarwirtschaft sind in einem Positionspapier zusammengefasst, dass der Zentralausschuss veröffentlicht hat. Das Papier wurde im Initiativkreis Agrar- und Ernährungsforschung gemeinsam mit den Verbänden des ZdL und der Agrarwirtschaft, Vertretern der Universitäten, Fachhochschulen, des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Ressortforschungsanstalten des Bundes erarbeitet.

Unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten müsse die weitere Verbesserung der Ressourceneffizienz ein zentrales Ziel bleiben, so der Zentralausschuss. Dies gelte für den ökologischen und den konventionellen Landbau gleichermaßen. Neue Techniken sollten mit Blick auf die Umsetzbarkeit in der Praxis entwickelt werden. Gleichzeitig gelte es, die Maßstäbe für wissenschaftliche Leistung und Exzellenz nach Auffassung des Zentralausschusses weniger an Detailergebnissen, sondern im Sinne eines „Praxis-Impact-Faktors“ mehr am praktischen Nutzen für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft auszurichten.

Das Positionspapier des Zentralausschusses geht ferner auf die spezifischen Herausforderungen der landtechnischen Forschung sowie der Pflanzenbau-, Tier- und Verbraucherforschung ein. Es kommt zu dem Schluss, dass die Agrar- und Ernährungsforschung in Deutschland eine angepasste Ausrichtung braucht: „Bund, Länder und Forschungseinrichtungen sind gefordert, gemeinsam mit der Branche neue Akzente zu setzen und mit einem entsprechend gesteuerten Mitteleinsatz zu unterstützen. Nur so gelingt es, den Agrarforschungsstandort Deutschland und damit auch die Agrar- und Ernährungswirtschaft zukunftsfähig zu gestalten.“

Der Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft (ZDL) ist ein Zusammenschluss des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Verbandes der Landwirtschaftskammern (VLK), des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) sowie des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) als ständigem Gast.

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