Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

WUR: Augmented Reality im Gartenbau

Gehen Sie in ein Gewächshaus und benutzen Sie Ihre Brille, um Informationen über die Pflanze zu erhalten, die Sie in diesem Moment betrachten. Das ist möglich - mit einer korrekten Anwendung von Augmented Reality (AR).

Die AR-Brille zeigt an, ob eine Gerbera geerntet werden kann. Bild: WUR.

Gemeinsam mit einer Reihe von Unternehmern untersucht die Geschäftseinheit Gewächshausgartenbau der Wageningen University & Research (WUR), welche Anwendungen für Gärtner und Produzenten entwickelt werden können.

Im vergangenen Jahr wurde das Projekt "Erweiterter Gartenbau" gestartet. Über einen Zeitraum von vier Jahren entwickelt WUR mit einem Konsortium aus mehreren Gartenbauzulieferern vier Showcases. Jeder Showcase besteht aus einer Reihe von zugrunde liegenden Softwaremodulen. Beispielsweise wird jetzt an der Erkennung von QR-Codes mit AR-Brillen gearbeitet, so dass die Brillen relevante Informationen über eine bestimmte Pflanze aus einer Datenbank abrufen können. Dieses Modul wird im Sommer 2020 vorführbar sein.

Teil des ersten showcase ist das Zählen der Anzahl der Staubblätter in der Blüte einer Gerbera durch eine AR-Brille. Ziel dieser Anwendung ist es, neue Erntehelfer im Erkennen von erntereifen Blumen auszubilden. Im zweiten showcase erkennen AR-Brillen den Stressgrad von Pflanzen in einem Gewächshaus. Diese wird von Infrarotsensoren gemessen und von der Brille in relevante Informationen umgewandelt, die in der Brille in Farbe über das Bild des Ausschnitts projiziert werden können. Beim dritten showcase geht es um die Positionierung im Gewächshaus: nicht nur die Person mit der Brille, sondern auch ihre Blickrichtung. Die AR-Brille weiß dann, wohin der Träger schaut, und weiß somit automatisch, zu welcher Pflanze Informationen angezeigt werden müssen. Die Erkennung eines QR-Codes ist dann nicht mehr notwendig. In der vierten showcase kann die Brille Sprache in Text umwandeln. Das ist z.B. ideal für Scouts oder Züchter: Sie müssen ihre Ergebnisse nicht mit Stift und Papier aufschreiben, sondern können mit der Brille sprechen.

HoloLens 2 von Microsoft

Das Projekt verwendet die HoloLens 2 von Microsoft, dies sind die derzeit leistungsstärksten AR-Brillen. Während des Projekts befassen sich die Forscher auch mit der Anwendung von Pflanzenwachstumsmodellen, die die Produktion vorhersagen, und mit der Verknüpfung mit Phänotyp-Datenbanken.

Das Projekt Augmented Horticulture wird vom Top Sector Horticulture & Starting Materials und dem Konsortium finanziert, das aus Syngenta Seeds, Wageningen University & Research, Florensis, LetsGrow.com, Itelligence, Mprise Agriware und KPN besteht. (WUR)

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