Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Wiedenmann: Rasenpflege mit Mährobotern

Sparen Mähroboter Arbeit? Sicherlich. Worauf allerdings zu achten ist, sagt Volker Zippel vom Rasenspezialisten Wiedenmann.

Rasenfilz: Mechanische Maßnahmen nach dem Mähen sind anzuraten - sonst leidet die Rasenqualität und der Vorteil der Roboter ist dahin. Bild: Wiedenmann.

Mähroboter gelten als effiziente und umweltfreundliche Pflegeoption für den Naturrasen. Der Einsatz der Maschinen nimmt zu, Zeitersparnis ist meist das Hauptargument. Qualitative Aspekte sprechen ebenfalls für die autonomen Diener. Der Schnitt ist gleichmäßiger und das Schnittgut fein, was separates Mulchen erspart und den Boden natürlich düngt. Die Grasnarbe entwickelt sich dichter, die Gräser bestocken stärker und trocknen langsamer aus. Zeitprogramme helfen, die Aufgabe jederzeit bequem zu organisieren. Trotz beträchtlicher Wegstrecken ist die Energiebilanz der leisen Helfer gut. Dass Hindernisse selbsttätig erkannt und umfahren werden: geschenkt. Was könnte also dagegen sprechen?

Pro und Kontra

„Grundsätzlich nichts", sagt Volker Zippel. Generell zu beachten sei allerdings, dass das System installiert und bisweilen nachjustiert werden müsse. „Mähroboter benötigen zudem einen gewissen Wartungsaufwand, was die Pflege der Messerklingen und die Reinigung betrifft." Auch sei die Witterung bei der Festlegung der Mähzyklen zu berücksichtigen. „Vor allem ist die Gefahr der Filzbildung gegeben", mahnt Zippel. Filz entstehe, entgegen häufiger Meinung, auch durch feinstes Schnittgut, wenn es auf der Fläche verbleibe.

Für den Umbau des Schnittgutes in pflanzenverfügbare Nährstoffe bedarf es Mikroorganismen. Diese sind in gewachsenem Boden ausreichend vorhanden. Auf modernen, sandaufgebauten Sportrasenflächen allerdings oft nicht. Filz ist eine Sammlung toten organischen Materials, das zu einem Verbund heranwächst und der lebenden Rasenpflanze zusetzt. „Hier gilt es aufzupassen". Im Filz sammeln sich Krankheitserreger. Ein dauerfeuchtes Milieu begünstigt den Ausbruch von Rasenkrankheiten und Schimmel. Spieltechnisch ist Filz ohnehin schwierig: Der weichere Untergrund verschlechtert die Ballrolleigenschaften. Auch die Scherfestigkeit geht zurück.

Striegeln, Vertikutieren und Aerifizieren würden Abhilfe schaffen, so Zippel. Damit werde der Filz mechanisch entfernt. Zusätzlich sei ratsam, die Mikroorganismen durch Belüftung des Bodens anzuregen, die Schnittreste umzuwandeln. Das sei durch Aerifizieren, Schlitzen und Tiefenlockern machbar. Und wie viel Material lässt sich damit aus der Fläche herausarbeiten? Zippel nennt Zahlen aus Werksversuchen.

Nacharbeit erforderlich

Vertikutieren mit Messern (3 mm) und 38 mm Strichabstand bringe 8% bei einem Durchgang, 15% bei doppeltem. Aerifizieren mit Hohlmeißeln (20 mm außen / 12 mm innen) und einer Lochdichte von 330 pro m2 erziele 3,7%. Für letztere Methode spreche, dass der Rasenfilz ausgestochen und zugleich der Wurzelhorizont belüftet werde. Die effizienteste Lösung beim Einsatz von Mährobotern sei das Striegeln der Flächen, am besten kreuzweise. „Wichtig ist, das herausgearbeitete Material danach aufzunehmen."

Trotz Robotereinsatz braucht es also die Expertise und Arbeit der Greenkeeper. Diese sollten den Filzaufbau in der Grasnarbe im Blick behalten. Durch mechanische Pflegemaßnahmen lässt sich das Übermaß an Filzmasse abbauen. Dabei ist ein Anteil von unter 8% anzustreben. Der ist allerdings schnell erreicht, entspricht er verdichtet doch nur etwa einem halben Zentimeter Schichtdicke.

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