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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Wetterextreme: Risiken in der Landwirtschaft steigen
Das Anbaujahr 2017 war erneut geprägt von Wetterextremen. Die Ackerbau-Kulturen sind gut ins Jahr gestartet. Obst und Wein hatten durch die freundlichen Temperaturen im März einen Wachstumsvorsprung. Die Ernüchterung kam im April, als der Spätfrost zu großen Schäden im Obst- und Weinbau führte. Starke Hitze verbunden mit Trockenheit im weiteren Vegetationsverlauf machten den Ackerbaukulturen zu schaffen. „Die Ernte ist dieses Jahr erneut eine Zitterpartie für viele Landwirte gewesen. Pünktlich zu deren Start erschwerten regelmäßige Niederschläge die Erntearbeiten“, erklärt Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbandes (LBV), beim Ernte-Pressegespräch am 24. August 2017 auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Tobias Briem in Filderstadt (Kreis Esslingen).
Obstbau mit starken Einbußen durch Frostschäden
„Im Obstbau dürfte die Menge so gering ausfallen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Wir gehen nur noch von 40% einer normalen Ernte aus. Einzelne Betriebe hat es teilweise noch viel härter getroffen. Sie ernten vielleicht noch 10% des Normalertrags“, sagt Rukwied. Im Weinbau lägen die Einbußen bei rund 25%.
Finanzielle Unterstützung für Betriebe sowie Risikoabsicherung nötig
„Um den vom Frost existenziell betroffenen Betrieben wirksam helfen zu können, muss der vom Land zugesagte Hilfsfonds mit ausreichend Mitteln ausgestattet werden. Außerdem muss endlich für alle landwirtschaftlichen Betriebe eine steuerlich begünstigte Risikovorsorge möglich werden“, fordert Rukwied. Mit dieser Vorsorgemöglichkeit könnten die Betriebe Einkommensschwankungen ausgleichen und so Risiken mindern.
Hintergrund
Der Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V. (LBV) vertritt rund 36.000 Landwirte aus Baden-Württemberg. 24 selbstständige Kreisbauernverbände nehmen auf regionaler Ebene die Interessen des bäuerlichen Berufsstandes wahr. Insgesamt ist jeder zehnte Arbeitnehmer in Baden-Württemberg direkt oder indirekt von der Landwirtschaft abhängig. (LBV)

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