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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Weihnachtsbaumkulturen: Lebensraum für Brutvögel und Insekten
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchengen zeigen, dass das Ökosystem, welches sich innerhalb einer Weihnachtsbaumkultur entwickelt, ein Lebensraum für mitunter bedrohte Tierarten ist. Hier und auf den angrenzenden Blühflächen tummeln sich Bienen, Hummeln, Schmetterlings- und Käferarten sowie andere Insekten, die wiederum Vögeln als Nahrung dienen. Teilweise seltene Vogelarten wie Rebhuhn, Wiedehopf, Heidelerche, Baumpieper oder Goldammer sind häufig in den Kulturen anzutreffen. Das belegt unter anderem eine Analyse der Universität Osnabrück.
Weitere Forschungsergebnisse zur Biodiversität in Weihnachtsbaumkulturen wurden 2022 in der Fachzeitschrift "Annals of Applied Biology" veröffentlicht: In der Studie wurde die Habitatwahl von Baumpieper, Bluthänfling, Goldammer und Heidelerche in einer vom Weihnachtsbaumanbau dominierten Landschaft untersucht.
Das Ergebnis: Die vielseitige Struktur aus jungen und älteren Bäumen bietet den Arten geeignete Nistplätze und ausreichend Nahrungsflächen. Außerdem führt die im Vergleich zu intensiv bewirtschafteten Äckern extensive Bewirtschaftung der Flächen dazu, dass Wildtiere und Insekten kaum gestört werden und sich in die Kulturen zurückziehen können. Auch bei der Pflanzenvielfalt wurden in Weihnachtsbaumkulturen, verglichen mit angrenzenden Agrar- und Forstlandschaften, ähnlich hohe oder sogar höhere Artenzahlen nachgewiesen.
Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück, erklärt in einem Beitrag vom Deutschlandfunk Nova: „Wir haben in diesen Flächen bei den Vogelbeständen eine ganze Reihe von sehr seltenen Vogelarten. Das hängt damit zusammen, dass sie ein gutes Nahrungsangebot an Insekten und an Spinnen haben“. Entscheidend sei laut Fartmann zudem, dass es sich um zugängliche, offene Bereiche handelt, in denen die Vögel erfolgreich jagen können. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sind somit eine gute Nachricht für Liebhaber echter Weihnachtsbäume und authentischer Weihnachtsstimmung.

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