Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Wasserknappheit: ZVG fordert differenzierte Lösungen

Mit den geplanten Leitlinien zum Umgang mit Nutzungskonkurrenzen bei Wasserknappheit soll erstmals eine bundesweit abgestimmte Orientierung für Wasserbehörden geschaffen werden. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt diesen Ansatz in seiner Stellungnahme grundsätzlich, er sieht im aktuellen Entwurf jedoch noch erheblichen Anpassungsbedarf mit Blick auf die besonderen Anforderungen des Gartenbaus.

Automatische Pflanzenbewässerung in einer Gärtnerei. Bild: GABOT.

Kritisch sieht der Verband insbesondere, dass der Gartenbau bislang nicht ausreichend differenziert dargestellt wird. So fordert der ZVG eine klare Unterscheidung zwischen Freilandproduktion und geschütztem Anbau. Gerade im geschützten Anbau erfolge die Bewässerung heute vielfach in geschlossenen Kreislaufsystemen, weshalb diese Bereiche im Konfliktfall von Einschränkungen ausgenommen werden sollten.

Darüber hinaus regt der ZVG präzisere Vorgaben für Maßnahmen und Entscheidungskriterien bei Wasserknappheit an. Auch die Ernährungssicherheit müsse als Aspekt des Allgemeinwohls ausdrücklich berücksichtigt werden. Der Verband betont zudem, dass bei gartenbaulichen Sonderkulturen bereits kurzfristige Bewässerungsverbote zu erheblichen Schäden bis hin zu Totalausfällen führen können. Deshalb seien die wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe stärker in die Leitlinien einzubeziehen. (ZVG)

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