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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Wasser: Für Pilzkulturen sparsam eingesetzt
Regen lässt Pilze sprießen. Jeder Pilzsammler weiß das. Erst wenn die Bodenfeuchte stimmt, entschließen sich das Mycel, also die Pilzwurzeln dazu, Fruchtkörper zu schieben. Die reifen Fruchtkörper, also das, was wir als Pilze essen, entlassen schon bald Sporen in die Welt, mit denen sie sich vermehren. Nur auf feuchtem Boden haben die Sporen die Chance zu keimen und sich mit anderen Sporen zu vereinen. Für die Kulturpilze gilt genau das Gleiche. Daher spielt für die Pilzanbauer Wasser eine immens wichtige Rolle. Sie entscheidet über den Erfolg der Ernten.
Aber Wasser ist ein knappes Gut. Die heißen letzten Sommer haben uns das noch einmal nachdrücklich vor Augen geführt. Die Pilzanbauer versuchen schon seit geraumer Zeit, ihren Wasserverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren, denn Wasser ist kostbar. Aber nicht nur das. Mit sparsamen, aber gezielten Wassergaben lassen sich auch Gesundheit und Wachstum der Pilze optimieren.
Wohl kaum ein Betrieb beregnet seine Kisten und Kulturflächen noch so, wie das in Gärten und Grünanlagen geschieht. Die großen Tropfen würden das Substrat verschlämmen, sie würden braune Stellen auf der feinen Pilzhaut hervorrufen, die Wasserverteilung wäre unregelmäßig und die Wasserverluste durch Regen auf Wege und Wände hoch. Stattdessen haben Sprühsysteme Einzug in die Betriebe gehalten. Dank feiner Tröpfchen sind sie deutlich sparsamer im Wasserverbrauch, benetzen trotzdem gründlich. Die Struktur des Substrates verändert sich nicht und die bereits gewachsenen Pilze überzieht lediglich ein Feuchtefilm, der mit warmer Luft rasch abtrocknet. Das verringert die Gefahr, dass sich Schädlinge auf den Kulturpilzen breit machen, die mit ihren 93% Wasser einen guten Nährboden für die Schadorganismen bieten würden.
Noch geringer ist diese Gefahr bei dem Gießen von unten, mit dem experimentiert wird. Dabei wird die Feuchtigkeit direkt in das Substrat und an die Pilzwurzeln gebracht beispielsweise durch Tropfschläuche. Die Oberfläche des Substrates bleibt weitgehend trocken, das reduziert Wasserverluste durch Verdunstung nochmal deutlich. Die Fruchtkörper selbst bleiben trocken und in ihrer Qualität erhalten.
Je nach Situation nutzen die Betriebe Grund- oder Leitungswasser zur Bewässerung. Zunehmend in den Blick rückt aber auch das Regenwasser. Schließlich besitzen die Kulturhäuser große Dachflächen, auf die Regenwasser niedergeht und aufgefangen werden kann. Meist entkeimt UV-Licht, wie es auch in Krankenhäusern zunehmend zur Desinfektion verwendet wird, das Regenwasser, so dass es bedenkenlos als Brauchwasser genutzt werden kann beispielsweise für Maschinenreinigung und Toilettenspülung. Ob es auch zur Bewässerung der empfindlichen Pilzkulturen geeignet ist? Da besteht doch die Sorge, dass man sich Schadstoffe – Stäube, Abgase, die Wind und Regen mitgebracht haben – in die Kulturen holt. Um die Wasser-Ressourcen zu schützen soll dieser Aspekt weiter wissenschaftlich untersucht werden. (GMH/BDC)

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